Gib dem Affen Zucker, nee… Bananen!


Es gibt viele Ansprüche, die man beim Zubereiten von Essen haben kann. Ich glaube, dieses Rezept erfüllt sie alle…

  • denn es geht schnell und einfach
  • es schmeckt superlecker
  • ist eine prima Resteverwertung für überreife Bananen
  • es ist vegan
  • gute Sportlernahrung (muss ja nicht immer so ein industriell hergestellter Power-Riegel sein)

Das ultimative Blueberry Bananabread:

  • 3-4 gut gereifte Bananen
  • 80 ml pflanzliches Öl
  • 100 ml Soja- oder andere Pflanzenmilch

Die Bananen klein musen, z. B. mit einem Kartoffelstampfer, die flüssigen Zutaten dazu geben und durchrühren.

  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 4 Eßl. Rohrohrzucker
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 2 Teel. Backpulver
  • 1 Prise Salz

Alles mit in die Schüssel geben und verrühren. Anschließend Heidelbeeren o.ä. unterheben. In eine gefettete Kastenbackform geben und bei 180 Grad ca. 50 min backen. Wer mag, kann den Kuchen anschließend mit etwas Kuvertüre (z.B. Blockschokolade) bestreichen. Die kann auch ganz bequem im warmen Backofen schmelzen, wenn man sie in ein Glasschüsselchen gibt. Das spart Energie und ist nicht so eine Kleherei (cool, ein Wort, was nicht im Duden steht!), wie das Schmelzen im Wasserbad. 😉

Wenn keine Heidelbeersaison ist, gehen auch gehackte Nüsse oder Datteln. Mit Cranberries schmeckt es klasse, vermutlich auch mit Rosinen. Sei einfach mal kreativ und probiere es aus!

Stilecht natürlich nur mit „Radheldin“-Kaffeetasse! ☕️☕️☕️

Energiewende – ein Beispiel für Andere


Die Aktivitäten in meiner Nachbargemeinde Tarmstedt faszinieren mich immer wieder. Ein paar engagierte Leute fangen etwas an… und dann zieht es Kreise! Die Wissenschaftlerin Claudia Kemfert hat bei ihrer Festrede anlässlich der Tarmstedter Ausstellung den Landkreis ROW und besonders die Samtgemeinde Tarmstedt mit ihrem vielseitigen Engagement in Sachen Energiewende und Klimaschutz gelobt. 

Hier nun ein Gastbeitrag von Neele Wesseloh, über deren Fahrradprojekt ich schon einmal berichtet habe:

Halli Hallo zusammen!

Ich möchte mich kurz vorstellen: Ich bin Neele Wesseloh, 17 Jahre alt, komme aus Tarmstedt und gehe zur Zeit in den 12. Jahrgang der Oberstufe in Tarmstedt und werde voraussichtlich im nächsten Jahr mein Abitur machen. Im Rahmen der Schule musste mein Jahrgang Anfang des Jahres eine Facharbeit verfassen. Jeder durfte sein Thema frei wählen. Jedoch musste es mit dem selbstgewählten „Oberthema“ in Zusammenhang stehen, welches wir am Anfang der Oberstufe wählen sollten. Das Thema, was ich wählte und auch bekam war „Klimawandel“. Dieses Thema passte genau zu mir, denn ich bin sehr daran interessiert, etwas für die Verbesserung unserer Erde zu tun, sei es nun in der Natur oder in der Tierwelt. In meinen Augen ist es wichtig, eine umweltbewusste Lebensweise zu führen und sich darüber im Klaren zu sein, womit man unserem Planeten schadet. Doch nun möchte ich ihnen berichten, wie ich mich mit meiner zu schreibenden Facharbeit auseinandersetzte und zu welchen Ergebnissen ich kam.

Sich ein Thema zu überlegen, über welches man 15 Seiten schreiben soll, ist gar nicht so einfach: „Massentierhaltung als Mitverursacher des Klimawandels“, „Trägt Vegetarismus zum Klimawandel bei?“ oder doch lieber die „Zerstörung des Regenwaldes“… Am liebsten hätte ich über all diese Themen geschrieben. Irgendwann kamen mir „Erneuerbare Energien“ in den Sinn. Wieso nicht darüber schreiben? Das wäre bestimmt interessant. Vielleicht Biogasanlagen oder Windkrafträder. Hm…wie viele haben wir davon eigentlich in unserer Samtgemeinde? Und so stand mein Thema ganz schnell fest: „Erneuerbare Energien in der Samtgemeinde Tarmstedt – kann diese Gemeinde im Bereich erneuerbaren Energien und Klimaschutz ein Vorreiter, bzw. ein Leuchtturm für anderen Gemeinden und Städte dienen?“

Um Material zum Schreiben zu bekommen, recherchierte ich in Zeitungsartikeln und sprach mit Personen, die sich in dieser Richtung engagieren. Ich war erstaunt, wie viel und stark verbreitet die erneuerbaren Energien in unserer Samtgemeinde sind. Insgesamt stehen hier elf Biogasanlagen und mehrere Windparks. Jedoch ist die Gemeinde nicht nur in diesem Bereich auf dem Vormarsch. Auch in der umweltschonenden Mitte gibt es in der Samtgemeinde Tarmstedt viele Intuitionen.

Unter Anderem ist das Verwenden von Elektroautos ein wachsender Sektor. Am Rathaus und beim Autohaus in Tarmstedt, sowie an der Praxis von Dr. Riedesel in Wilstedt sind bereits Ladesäulen angebracht. Ebenfalls wurden e-Carsharing Projekte angeleitet, wie zum Beispiel das von Herrn Riedesel. Auch stieß ich auf die roten „Mitfahrerbänke“, die jetzt nahezu in jedem Ort in der Samtgemeinde stehen. Sie sollen zur Mobilität auf dem Lande beitragen. Desweiteren wurde ich in eine Arbeitsgruppe im Rathaus aufgenommen, die sich mit der Mobilität auf dem Land und deren Verbesserung beschäftigt hat. Auch habe ich über die Interessengruppe „Natürlich Wilstedt“ berichtet. Diese Fraktion beschäftigt sich mit der Frage, wie man den dörflichen Charakter beibehalten könnte, was im Umkehrschluss auch den Naturschutz beinhaltet.

Einen großer Bestandteil meiner Facharbeit stellte auch das von mir entwickelte „Fahrradprojekt“ dar. Bei diesem Vorhaben handelt es sich um die Organisation von Fahrrädern für die Lehrer der KGS und OS Tarmstedt. Die Idee dazu kam mir Ende letzten Jahres. Damals ärgerte ich mich darüber, dass die Mehrheit der Lehrer zwischen den beiden Schulgebäuden, die nebenbei bemerkt gerade mal ca. 400 Meter von einander entfernt sind, mit dem Auto hin und her pendelten, wenn sie in dem jeweils anderen Gebäude Unterrichte hatten. Es störte mich, das die meisten lieber das bequeme Auto vorzogen, anstatt 5 Minuten zu Fuß zu gehen. Diese kurzen Fahrten mit dem Auto stellen einen extremen Faktor der Umweltverschmutzung dar. Aus diesem Grund entwickelte ich den Plan, Fahrräder für die Lehrer zu besorgen, um ihnen eine umweltschonende und dennoch schnelle Alternative zum Auto zu ermöglichen. Das Projekt ist zwar noch nicht vollkommen in die Tat umgesetzt, dennoch denke ich, dass nach einer gewissen „Eingewöhnungszeit“ die Fahrräder gut von den Lehrern angenommen und auch häufig von ihnen genutzt werden. Dennoch ist es nicht einfach, solch ein Projekt auf die Beine zu stellen und alle Einzelheiten genau zu bedenken. Ich habe jedoch schon einige positive Rückmeldungen mancher Lehrer erhalten, was mich dazu anspornt, dieses tolle Projekt fertig zu stellen. Denn die Welt braucht Menschen, die sich für ihre Interessen einsetzen und etwas tun, wenn ihnen etwas nicht gefällt.

 

Zum Schluss möchte ich nun noch einmal auf meine Fragestellung vom Anfang zurückkommen. Ich wollte in meiner Facharbeit herausfinden, ob die Samtgemeinde Tarmstedt als ein Vorreiter oder gar ein Leuchtturm für Andere in Sachen Umwelt- und Klimaschutz dienen kann. Ich kam zu dem Schluss, dass diese Region sehr wohl ein Leitmotiv für Andere darstellen kann. Es werden erneuerbare Energien wie die Windkraft, Photovoltaik und die Technik der Biogasanlage verwendet und gefördert. Durch dessen Nutzung wird zum einen die Umwelt entlastet und zum Anderen auch Kosten gespart. Die Samtgemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig energieautark zu sein. Auch wird unterstützt von dem herkömmlichen Verbrennungsmotor auf den CO2 -freien Elektromotor umzusteigen. Mitfahrgelegenheiten wie die Mitfahrerbänke oder das Car-Sharing werden ebenfalls von der SG weiterentwickelt. Solche Projekte, wie das geplante Fahrradprojekt „Umweltfreundlich mit dem Fahrrad“ für die Schule KSG und OS Tarmstedt sind Wegbereiter für einen nachhaltigen Klimaschutz.

Die Menschheit muss sich darüber im Klaren sein, dass nur wir gemeinsam als Gruppe mehr bewegen können. „Gemeinsam sind wir stark“. So lautet die Theorie des Hirnforschers Gerald Hüther. Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und für die erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Umwelt einstehen, kann der nachhaltige Klimaschutz als ein fester Bestandteil unserer Erde gelten.

Zum Schluss würde ich gerne auf einen Liedtext verweisen: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Er stammt von der Band „Die Ärzte“ aus dem Lied „Deine Schuld“. 

Vielen Dank, dass Sie sich diesen Text durchgelesen haben. Ich hoffe, er hat Ihnen gefallen und Sie zum Nachdenken angeregt.

Liebe Grüße

Neele Wesseloh

 

In the summer of 2017…

 

Ist das schon der Klimawandel oder einfach nur Pech am Siebenschläfertag?! Heute ist wieder so ein richtiger herbstlicher Nieseltag… Kein bisschen hochsommerlich, wie es Mitte August zu erwarten wäre! Am Dienstag erst wollte ich abends zum Grillen, beim Start nur ein paar Tropfen – „geht schon“, also wie geplant mit dem Rad los. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es sich einregnet… Die letzten Kilometer zogen sich und mir fiel nur der Refrain von Monty Python „Always look on the bright side of life“ ein, den ich dann sang, um die Fahrt zu verkürzen. Meine durchnässte Jeans trocknete ich vor dem Grill stehend…

 

Eigentlich habe ich ja viele Radklamotten. Eine Rennradüberjacke, nur für leichten Regen geeignet, ohne Kapuze und 0% atmungsaktiv. Aber die Farbe ist schön! 😎 Eine dünne Laufjacke, immerhin mit Kapuze. Zwei Softshelljacken, eine neonfarbige, die ich im Herbst/Winter oft trage. Beide ebenfalls ohne Kapuze und im Sommer eindeutig zu warm. Und eine Tchibo-Überhose. Die anzuziehen ist umständlich, falls man die Schuhe gerade nicht ausziehen kann. Und kann man das, wenn man in einen Regenschauer gerät? Die Saumweite lässt sich mit Klett leicht regulieren, ist mir aber trotzdem noch zu weit. Alles nicht für tüchtige Schauer geeignet und von innen her sehr schwitzig, wenn man in Bewegung ist. Bei einer Pause kühlt man dafür sehr schnell aus.

 

Im Outdoorladen haben mir die Preise einen Schock versetzt. 100,-€ für ’ne Überhose! Jacken ebenfalls. Die Regenjacke hatte immerhin Silikonränder an den Säumen und ein verlängertes Rückenteil. Der Reißverschluss war schwergängig, aber immerhin abgedeckt, also vermutlich wasserdicht. Eine Kapuze muss extra dazu gekauft werden, es war aber keine zum Anprobieren da. Wenn man mit Helm unterwegs ist, tut es wohl auch ein Helmcover. Das ist a) günstiger und b) stört es nicht das Sichtfeld. Da mich die Sachen nicht überzeugen konnten, habe ich nichts gekauft und hoffe auf besseres Wetter!

 

Wie fährt die Zukunft?


Ich wollt nen Flitzer, du Caravan
Jetzt fahren wir Bahn […]
Denn das Geheimnis unseres Glücks
Sind keine Kniffe, keine Tricks
Man muss halt nur zu leben wissen
Mit Kompromissen
Vollkommenes Glück hält ewig an
Nur wenn man drauf verzichten kann
Man muss halt nur zu leben wissen
Mit Kompromissen

(Roger Cicero – Kompromiss)

Genauso wie in diesem Songtexte verhält es sich auch im richtigen Leben. Die perfekte Lösung gibt es meistens nicht, es bleibt ein Mittelweg oder die Wahl des geringeren Übels. Auch in der Frage der Mobilität!

Diesel oder Benziner, Elektroauto, Fahrrad, ÖPNV, Carsharing, Mitfahren oder per Pedes – die Möglichkeiten sind so vielfältig… Das Wichtigste ist erst einmal, dass man sich überhaupt Gedanken zu dem Thema macht! Und nicht etwas so macht, weil man es eben immer so gemacht hat. 

Diesel produzieren weniger schädliches CO2 als Benziner, aber dafür mehr Stickoxide. Bei der Herstellung von Elektroautos bzw. deren Batterien werden viele Ressourcen benötigt und um umweltfreundlich zu fahren, müssen sie mit Strom geladen werden, der aus erneuerbaren Energiequellen stammt (SZ – Wie umweltfreundlich sind Diesel-Alternativen, ZEIT – Wenn möglich, bitte wenden). Die Anzahl der Autos und damit verbunden der Platz, den sie benötigen, ist ein großes Problem. In den Städten mehr als in ländlichen Gebieten. In den Städten ist meist ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz vorhanden. Die Entfernungen, die überwunden werden müssen, lassen sich auch gut mit dem Rad fahren. Im Winter oder bei schlechtem Wetter tut man es nur meistens nicht gern.

Auf dem Land pendeln viele Menschen in die Städte zu ihrem Arbeitsplatz. Die meisten nutzen dafür ein Auto. Der ÖPNV wäre oft mehr als ausbaufähig. Die Überlegung für den Arbeitsweg ein Pedelec zu nutzen, habe ich gerade im Bekanntenkreis gehört. Fahrgemeinschaften zu bilden finde ich auch eine prima Idee. Kostengünstiger ist das allemal! Wenn man niemanden kennt, hilft eventuell eine Anfrage in einer Facebook-Ortsgruppe. Es gibt bereits Mitfahr-Apps oder Portale, aber dort finden sich meist Angebote / Gesuche für einmalige längere Strecken. Eventuell wird eine Mitfahr-App in meiner Nachbargemeinde Tarmstedt aufgebaut, das war jedenfalls das Ergebnis der dort durchgeführten Mobilitätsstudie

Fast alle Leute nutzen ihr Auto nur für wenige Stunden am Tag. Da ist doch die ökonomisch beste Lösung, es mit anderen zu teilen. Mit Carsharing beispielsweise. Wenn ein Carsharingwagen fünf Autos ersetzt, kann viel eingespart werden. Platz + Kapitaleinsatz + Ressourcen bei der Herstellung + Emissionen. Wenn ein Elektroauto geteilt wird, ist die Herstellung im Endeffekt umweltschonender, als diejenige von mehreren Wagen mit Verbrennungsmotor. Die Klimaziele sind mit weniger Kfz auf den Straßen leichter zu erreichen. Die Diesel-Stinker, die dann noch unterwegs sind, verursachen zwar immer noch schädliche Abgase, aber der Gesamtausstoß ist niedriger als bisher!

Ich denke schon, das die Zukunft elektrisch fährt. Aber eben nicht als Individualverkehr, d.h. jedem sein eigenes Auto wie bisher! Es gilt die vielen Mobilitätsmöglichkeiten intelligent miteinander zu vernetzen. Und nach dem Motto „weniger ist mehr“ zu verfahren. Außer bei den erneuerbaren Energiequellen. Da müssen die veralteten Netzleitungen erneuert und überhaupt besser ausgebaut werden, damit wir mehr Wind- und Sonnenenergie nutzen können. Dafür könnten die Batterien der Elektroautos sogar als Zwischenspeicher dienen (Lesetipp: Claudia Kemfert – Kampf um Strom). 

Das Buch auf dem Foto ist ganz neu in meinem Bücherschrank (und selbst gekauft!). Ich habe es noch nicht gelesen, aber hier ist schon mal ein kleiner Ausblick. 

#Dieselgipfel


Was da beim Dieselgipfel gelaufen ist, ist wirklich ein Grund zum Fremdschämen! Realsatire ist auch ein passendes Wort dafür! Einige Tage vorher habe ich gelesen „…die Kanzlerin wird wieder die Raute machen, sonst nichts“…  Nee, schlimmer noch – der Betrug und die Vergiftung der Bevölkerung sind noch nicht mal eine Urlaubsunterbrechung wert!!! Viele hauptberuflich schreibende Menschen haben sehr gute Kommentare dazu abgegeben; stilistisch weitaus besser, als ich es könnte. Hier ein paar wirklich lesenswerte Artikel: ZEIT, Spiegel, Süddeutsche ZeitungMeedia, taz

Wie nur soll es weitergehen? Menschen brauchen eine Mobilität, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Wir wohnen heutzutage meist nicht in fußläufiger Entfernung. Über’s Pendeln kommt hier im Blog demnächst auch noch etwas. Einkaufen ist das nächste Problem. Wer in ländlichen Gegenden lebt, hat oftmals keinen Tante-Emma-Laden in der Nähe, sondern nur die Discounter am Rand der nächstgrößeren Gemeinde. 

Und: jeder ist daran gewöhnt, zu jeder Zeit ganz bequem und schnell überall hin zu kommen! Den Preis dafür zahlen nicht WIR sofort, aber unsere Kinder werden es schon zu spüren bekommen. Es muss sich etwas ändern, diese Einsicht ist oft schon da. Aber bitte nicht bei einem selber und auch nicht sofort. Später, ja wenn… 

Das alle Dieselfahrer jetzt auf ein Elektroauto umsteigen, geht zum Einen erst einmal nicht und wäre auch nicht sinnvoll! Die Anzahl aller Autos, besonders in den Städten muss reduziert werden, damit es für die Bevölkerung wieder ein Raum wird, in dem man gerne lebt! Die übrigen Autos dürfen nur möglich wenig gesundheitsschädliche Emissionen ausstoßen. Um sie wirtschaftlich zu nutzen, ist die Auslastung zu erhöhen. Der Preis, den wir für das Automobil zahlen, steht oft in keinem Verhältnis zu seiner Nutzung! Und damit meine ich jetzt nicht nur die Anschaffung und die Fixkosten. Sondern auch den Ressourcenverbrauch bei der Herstellung, die dadurch verursachten Krankheitskosten und den Raum, der nicht mehr für menschliche Nutzung zur Verfügung steht!

Wo es ihn gibt, ist der ÖPNV eine tolle Sache! Ihn zu nutzen ist wichtig, nur dann wird er weiter gestärkt und ausgebaut. Fahrräder und Pedelecs sind eine gute Ergänzung, vielleicht nicht immer und für jeden, aber es gibt genügend Gelegenheiten zur Nutzung! Am besten funktioniert es, wenn alles miteinander verbunden wird!

Damit sich wirklich etwas ändert, darf man sich nicht auf die Vorgaben von Politikern verlassen! Jede Revolution geht vom Volk aus. Jeder von uns kann ganz klein anfangen. Erst mal nur mit einem Tag in der Woche, an dem das Auto stehen bleibt. Nach oben hin gibt es keine Grenze! 

(Karikatur aus dem Weser-Kurier, gezeichnet von K. Stuttmann)

Kleines Lade-Wiki

 

Bisher bin ich noch nicht so oft mit dem Stromer gefahren und geladen habe ich ihn dann an seinem Standort in Tarmstedt – dort gibt es eine CSS-Schnellladesäule und einen 22 kW-Lader. An der CSS-Säule lädt es dann halt schnell (ca. 80% Akkustand in 30 min) im Gegensatz zum Schnarchlader. Eigentlich ganz einfach. Dass man nicht immer am Schnelllader hängen sollte, um den Akku zu schonen, leuchtet mir auch noch ein. Aber jetzt habe in OHZ einen Tripple-Lader gesehen. Wenn ich z.B. mal eine Tour an den Nordseestrand machen möchte, wäre dort eine gute Zwischenstation für mich, um nicht auf den letzten Elektronen nach Hause reiten zu müssen.

 

Aber worin liegen eigentlich die Unterschiede der verschiedenen Anschlüsse? Ein klein wenig erinnert mich das Ganze ja an die Anfangszeiten der Handys. Da hatte jeder Hersteller seinen eigenen Anschluss. Mittlerweile hat sich dabei Mini-USB etabliert, die einzige Ausnahme ist Apple. Ach ja – auf Elektroautos bezogen wäre das dann Tesla. 😉

 

Von der EU wurde der Typ-2-Stecker als Standard-Ladesteckverbindung festgeschrieben. Als Standard für das Schnellladen wird in der EU das Combined Charging System (CCS) eingeführt und in Deutschland von Wirtschaft und Politik gefördert. Andere in Europa verbreitete Schnellladesysteme sind der aus Japan kommende CHAdeMO-Standard und das von Tesla Motors betriebene Tesla Supercharger-System. (Quelle: Wikipedia)

 

 

Dann jetzt mal etwas „Technik für Dummies“:

 

  • Typ 2 Stecker

Als Standard festgelegt für Wechsel- (AC) und Gleichstrom (DC), wird bei den folgenden Herstellern verbaut: Audi, BMW, Mercedes-Benz, Renault, Smart, Tesla, VW und Volvo.

 

  • CSS Stecker

Eine Kombination aus Typ 2 mit einem zusätzlichen Adapter für die Schnelllademöglichkeit, arbeitet mit Gleichstrom (DC). Serienmäßig bei Hyundai und Opel, als Sonderausstattung für BMW und VW.

 

  • CHAdeMO Stecker

Ein in Japan entwickeltes Schnellladesystem, ebenfalls Gleichstrom (DC), üblich bei den folgenden Herstellern: Citroen, Kia, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Subaru und Toyota.

 

Tesla nutzt das Typ 2 System, ermöglicht aber auch ein Schnellladen (Gleichstrom – DC) an seinen Superchargern. Diese können von Fahrzeugen anderer Hersteller nicht genutzt werden.

 

Wenn man seinen Stromer nicht nur über Nacht laden möchte, sondern auch Schnelllademöglichkeiten nutzen will, bieten einige Hersteller den benötigten Anschluss nur als Sonderausstattung an. Das finde ich nicht kundenorientiert, es sollte vielmehr allgemeingültiger Standard sein! Auf jeden Fall wird noch ein zweites Ladekabel benötigt, welches dann im Kofferraum lagert und Platz wegnimmt. Hier sollte eine geeignete Lagermöglichkeit geschaffen werden. Eigentlich müsste durch den Wegfall von Getriebe & Co. genügend Platz unter der Motorhaube sein…

 

Die verschiedenen Abrechnungssysteme / Karten habe ich bewusst außer Acht gelassen. Leider wirken die mannigfaltigen Möglichkeiten eher abschreckend. Toll wäre eine Art Mobi-Card, mit der sich die einzelnen Abrechnungen verschiedener Ladesäulenbetreiber bündeln lassen! Kann das bitte mal jemand erfinden?!

 

Auf dem Foto ist eine Ladesäule mit Typ 2 (AC)-, CSS (DC)- und CHAdeMO (DC)-Anschlüssen zu sehen. Der Standort ist Maribondo, Bahnhofstr. 24-28 in 27711 OHZ. Eine genaue Info gibt es bei goingelectric

Auf leisen Reifen

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Eines der Dinge, die mich an der Elektromobilität faszinieren, ist ja das lautlose Fahren. Gut, bei höherer Geschwindigkeit kommt natürlich das Abrollgeräusch der Reifen hinzu, aber es ist doch wesentlich geräuschärmer im Vergleich zu den Verbrennungsmotoren. In einem Forum kam jüngst eine Diskussion darüber auf, das dieses Fußgängern, speziell Kindern gegenüber ziemlich gefährlich sein könnte.

Hersteller bieten einen sogenannten eSound als Sonderausstattung für ihre Fahrzeuge an, bzw. ab 01.07.2020 wird es gesetzlich verpflichtend. Siehe auch diesen Artikel in der ZEIT. Keine Ahnung, wie das dann klingt…

Ich denke, nicht allein das Geräusch oder aber das Fehlen ebendieses macht die Gefährlichkeit eines Autos aus, sondern die FAHRWEISE des Menschen am Steuer! Ich lasse mich lieber geräuschlos mit genügend Abstand überholen, als von einer dröhnenden Karre geschnitten zu werden! Da nützt mir das Geräusch nämlich auch nix…

Man sollte im Straßenverkehr alle Sinne benutzen, insbesondere die Augen! Vorher gucken, ob ein Auto (oder ein Radfahrer, die machen nämlich auch keine Geräusche!) kommt und nicht einfach loslaufen. In Shared Space Zonen sollten alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen. Viel gefährlicher als die leisen Elektroautos halte ich die Leute, die mit Musikstöpseln im Ohr und Blick auf dem Handy unterwegs sind. Die kriegen wirklich nichts mit; auch nicht, wenn ein V8-Motor heranprescht!

Dem Motorensound kann ich nichts abgewinnen – Lärm macht krank! Und kann bitte mal jemand einen Aufsitzrasenmäher mit Elektromotor erfinden? Kein Nachmittag im Garten, wo nicht irgendwo so ein Ding am Röhren ist…

(Foto: Kai-Uwe Knoth)