Schwert, Schild und Fahrrad

… so heisst ein Song von einer meiner Lieblingsgruppen – Element of Crime. Dies erinnert etwas an den gegen die Windmühlen kämpfenden Don Quijote. Aber als so ganz aussichtslos schätze ich den Kampf für ein Umdenken der Mobilität nicht ein! Es gibt immer mehr idealistische Leute mit Ideen, die andere inspirieren, so dass die Bewegung in Fahrt kommt (Mobilität halt ;)). Wenn man es dann schafft, dass darüber berichtet wird, fühlen sich andere vermeintliche Einzelkämpfer in ihrem Tun bestärkt und ermutigt.

Leute, die kreuz oder auch mal quer denken sind wichtig für unsere Gesellschaft! Das freie Denken darf von niemanden eingeschränkt werden. Gewisse populistische Strömungen machen mir echt Angst! Viele Erneuerungen sollen gestoppt, Errungenschaften rückgängig gemacht werden. Da soll z. B. der Radwegebau eingeschränkt werden, damit Mutti sich nicht allzuweit von KKK (Küche, Kinder, Kirche) entfernen kann. Der Radius der persönlichen Freiheit der Frau ohne Zweitwagen wird somit auf die fußläufige Beweglichkeit reduziert. Prima dagegen finde ich diese kirchliche Initiative, die besonders Hausfrauen zum Carsharing einlädt.

Ähnlich sieht es mit den Geflüchteten aus: Auch sie sind auf Mobilität angewiesen – insbesondere, wenn sie irgendwo auf dem Lande gelandet sind. In den Städten sind die vielen Behördengänge, Besuche von Deutschkursen etc. leichter zu organisieren. Wenn man dagegen auf den ländlichen ÖPNV angewiesen ist, wird es schwierig. Glück haben diejenigen, bei denen es das Angebot eines Bürgerbusses gibt. Kein Wunder, dass viele Familien lieber in Ballungszentren ziehen möchten. Aber mit der Akzeptanz und Aufnahme der Geflüchteten hätten viele Dörfer die Chance der Überalterung und Landflucht zu entgehen.

Zum Glück gibt es Initiativen, die z.B. Fahrräder mit UND für Flüchtlinge instandsetzen; Integration und Mobilität gleichermaßen. Nicht nur in Bremen kann man Räder und Ersatzteile spenden. Am besten einfach mal die Flüchtlingshelfer vor Ort ansprechen.

Wer sich selbst bewegt, egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, macht sich den Kopf frei. Durch die Bewegung wird das Gehirn gewissermaßen auf Reset gesetzt. So schließt sich der Kreis von Mobilität und freiem Denken…

Video „Laufen macht den Kopf frei“ von der Tagesschau

Das Foto oben zeigt mal eine andere Möglichkeit sein Fahrrad anzuschließen ☺

Ein Gedanke zu “Schwert, Schild und Fahrrad

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