Trampen mit Sitzmöglichkeit


Lang erwartet und nun ist sie da: Die erste GRASBERGER Mitfahrerbank! Sie steht in dem Ortsteil Grasdorf mit dem Ziel Lilienthal Falkenberg bzw. die Linie 4. Die zweite Bank wird in Huxfeld folgen, gegenüber der Tankstelle Hanschen. Von dort aus geht es in Richtung Wilstedt. Auch weiterhin wird noch um Spenden gebeten. Hier ist das Spendenkonto zu finden. 

Die Wümme Zeitung hat auch berichtet, hier kann man alles nachlesen. 

Schietwedder-Blues

Der Wettergott hat es „gut“ gemeint und die Bank beim Aufbau ordentlich begossen… So ein Wetter lädt natürlich niemand zum ersten Test ein, obwohl aus Mitleid ja jeder vorbeikommende Wagen anhalten müsste. 

Lilienthal

Von Lilienthal aus fehlt noch die Möglichkeit für eine Rückfahrt. Hier hoffe ich, das der Gemeinderat Zustimmung dafür gibt oder vielleicht eine private Lösung gefunden wird. Der Kreisel ist stark frequentiert, genügend Autofahrer fahren in Richtung Grasberg Süd weiter. 

Standorte

Zu einer interaktiven Landkarte hat‘s bei mir nicht gereicht, hier jetzt ganz altmodisch aufgelistet die Standorte der einzelnen Bänke:

  • Tarmstedt: Wilstedter Straße vor dem Klocke-Haus 
  • Wilstedt: Hauptstraße vor dem Pflegeheim 
  •                   Hauptstraße vor dem ehemaligen Chinarestaurant 
  • Buchholz: Große Straße Bushaltestelle An der Trift 
  •                    Große Straße / Ecke Dipshorner Straße 
  • Quelkhorn: Ortsausgang an der Buchholzer Straße 
  • Bülstedt: Lange Straße bei der Bücherzelle 
  •                  Lange Straße / Ecke Dorfstraße 
  •                  Dorfstraße Nr. 34 (Ortsausgang in Richtung Westertimke) 
  • Westertimke: Bülstedter Straße Nr. 8 (kurz vorm Neubaugebiet Neues Feld) 
  • Grasberg: Grasdorfer Nebenweg / Ecke Grasdorfer Straße 
  •                    geplant Huxfelder Straße / Ecke Schmiedestraße

Meinen Selbstversuch mit den Bänken könnt Ihr hier nachlesen.

Nimmt mich wer mit…?


Mobilität auf dem Lande hat viele Facetten. Einige habe ich in diesem Blog schon aufgezeigt. So eine Mitfahrerbank ist ein wirklich niedrigschwelliges Angebot zur nachhaltigen Mobilität. Eine Bank an der Straße, dazu ein Schild mit dem gewünschten Zielort. Sich hinsetzen und auf einen freundlichen Fahrer warten, mehr braucht es nicht. Über pauschale Voreingenommenheit (nach dem Motto „Wer hat schon Lust zwei Stunden zu warten, bis jemand anhält…“) ärgere ich mich immer sehr. Wie bei allem im Leben sollte doch vor dem Urteil der Selbsttest stehen!

Also wird aus der Radheldin eine Mitfahrheldin. Wenn schon, dann richtig: Auf zur ersten Station!

Tarmstedt – Wilstedt  

Schild mit dem Fahrziel suchen, hinsetzen und versuchen freundlich und harmlos auszusehen. Noch bevor ich ein Selfie machen kann, hält ein Auto! Nicht das erste, aber das vierte oder fünfte. Ich sitze knapp 2 min wartend da! Die Fahrerin hat vorher auch noch nie jemanden mitgenommen. Als sie mich sieht, denkt sie sich „eine Frau kann man ja mal mitnehmen“ und hat das gleich in die Tat umgesetzt. Toll!

Wilstedt in Richtung Quelkhorn

Etwas ungünstige Voraussetzungen: Neben der Straße ist ein Parkstreifen, auf dem ein VW-Bus steht. Dadurch fällt der Blick der Autofahrer erst im letzten Moment auf die Mitfahrerbank. Zu mir gesellt sich nach kurzer Zeit ein Bewohner des Pflegeheims, der dort eine Portion Süßigkeiten futtert. Auch das Buswartehäuschen wird als Raucherecke genutzt. Woran es auch gelegen haben mag – schlechte Sicht, zwei Leute auf der Bank, bei denen man den Mobilitätswunsch nicht erkennen kann oder die Unwilligkeit zwei Personen zu befördern – jedenfalls hält niemand an. Nach 15 min habe ich keine Lust mehr und gehe zur Bank auf die andere Straßenseite.

Wilstedt in Richtung Tarmstedt 

Ganz anders hier – nach 3 min hält ein Auto, dessen Fahrerin durchaus bereit ist, Menschen mitzunehmen, sofern genügend Platz im Wagen ist. Hier in Wilstedt habe ich auch einen kurzen Schnack mit einer Seniorin, welche die Mitfahrerbank auch gerne ausprobieren möchte, sich bisher aber noch nicht getraut hat. Selbstständig nach Tarmstedt zu kommen und nicht auf andere angewiesen zu sein, wäre ihr schon wichtig.

Ein Ringschluss fehlt

Leider sind noch nicht alle Ortschaften der Samtgemeinde mit Bänken ausgerüstet. Die Außendörfer, die nicht an der Busverbindung 630 (Zeven – Bremen) liegen, sind klar benachteiligt. Eine Mitfahrgelegenheit zum Bus, bzw. in das „Oberzentrum“ Tarmstedt mit seinen vielen Geschäften ist sicher hilfreich. Leider gibt es keine Verbindung in die angrenzenden Gemeinden. Das Mobilitätsbedürfnis geht über die Grenzen der (Samt)Gemeinde hinaus. Hier können die Kommunen mehr zusammenarbeiten. Auf die beiden für Grasberg Süd angekündigten Bänke warte ich noch. Sie sind geplant für Huxfeld in Richtung Wilstedt und Grasdorf in Richtung Lilienthal. Hier kann man sich mit einer Spende beteiligen.

 

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Hanebüchene Argumente

Kann so eine Mitfahrbank ein funktionierendes ÖPNV-Angebot schädigen? Weil sich keiner mehr einen Fahrschein kauft und sich die Mitfahrwilligen auf der Bank stapeln?! Abgesehen von der Unsinnigkeit dieser Annahme steht sie auch völlig konträr dazu, dass man ja soooo lange auf eine Mitfahrgelegenheit warten müsse… Die Gemeinde möchte nicht haftbar gemacht werden können, falls etwas Schlimmes passieren sollte. Ein wenig Eigenverantwortung kann man seinen Mitbürgern schon zutrauen. Im Falle eines Unfalls ist der Mitfahrer über die Haftpflichtversicherung versichert. Genauso wie ein Tramper, der im Auto mitfährt. Ansonsten kennt man sich üblicherweise auf den Dörfern. Und dann guckt man halt, bei wem man einsteigt / wen man mitnimmt, oder wen nicht. Es besteht ja schließlich kein Zwang dazu!

Wer vielleicht noch nie in seinem Leben Probleme mit der Einschränkung seiner Mobilität hatte, hat eventuell Schwierigkeiten, sich in Personen ohne Auto hineinzuversetzen. Wir wollen nicht, dass ältere Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen Kraftfahrzeuge steuern, da sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährden. Aber wie kommen diese Menschen jetzt zum Einkaufen, Terminen bei Ärzten oder nehmen am kulturellen Leben teil? Genauso möchte man weniger Autos auf den Straßen, aber den Umsteigewilligen wird keine vernünftige Alternative (mehr ÖPNV, bessere Radinfrastruktur) geboten. So eine Mitfahrbank ist nicht teuer. Billiger als jedes Bürgerbusangebot jedenfalls. Falls sie sich nicht bewähren sollte, kann sie ganz einfach zu einer normalen „Ausruhbank“ umfunktioniert werden.

Digitales Upgrade

Neulich habe ich über ein Projekt mit dem Namen fairfahrt berichtet, welches das Prinzip der Mitfahrbank mittels Technik in die digitale Neuzeit transferiert. Am Standort der Bank ist ein Terminal, auf dem die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit eingegeben wird. Auf einem Schild wird das Fahrziel zusammen mit einem Lichtsignal angezeigt. Personen, die andere mitnehmen wollen, können sich eine App installieren. Sie bekommen auf dieser App den Fahrtwunsch angezeigt. Wenn man das gleiche Ziel hat und nicht zeitgebunden ist, kann man dann losfahren und gleichzeitig jemanden mitnehmen. Sicherheitsbedürfnisse werden über die Registrierung der Fahrer abgedeckt. Diese technische Lösung ist allerdings etwas teurer als die „analoge“ Bank.

Fazit

Die Mitfahrerbank ist eine sinnvolle Ergänzung überall dort, wo es wenig bis keinen ÖPNV gibt. Zugleich hat sie eine soziale Komponente: Man fährt nicht mehr mit Scheuklappen durch die Gegend, sondern fängt an seine Mitmenschen wahrzunehmen.

Energiewende – ein Beispiel für Andere


Die Aktivitäten in meiner Nachbargemeinde Tarmstedt faszinieren mich immer wieder. Ein paar engagierte Leute fangen etwas an… und dann zieht es Kreise! Die Wissenschaftlerin Claudia Kemfert hat bei ihrer Festrede anlässlich der Tarmstedter Ausstellung den Landkreis ROW und besonders die Samtgemeinde Tarmstedt mit ihrem vielseitigen Engagement in Sachen Energiewende und Klimaschutz gelobt. 

Hier nun ein Gastbeitrag von Neele Wesseloh, über deren Fahrradprojekt ich schon einmal berichtet habe:

Halli Hallo zusammen!

Ich möchte mich kurz vorstellen: Ich bin Neele Wesseloh, 17 Jahre alt, komme aus Tarmstedt und gehe zur Zeit in den 12. Jahrgang der Oberstufe in Tarmstedt und werde voraussichtlich im nächsten Jahr mein Abitur machen. Im Rahmen der Schule musste mein Jahrgang Anfang des Jahres eine Facharbeit verfassen. Jeder durfte sein Thema frei wählen. Jedoch musste es mit dem selbstgewählten „Oberthema“ in Zusammenhang stehen, welches wir am Anfang der Oberstufe wählen sollten. Das Thema, was ich wählte und auch bekam war „Klimawandel“. Dieses Thema passte genau zu mir, denn ich bin sehr daran interessiert, etwas für die Verbesserung unserer Erde zu tun, sei es nun in der Natur oder in der Tierwelt. In meinen Augen ist es wichtig, eine umweltbewusste Lebensweise zu führen und sich darüber im Klaren zu sein, womit man unserem Planeten schadet. Doch nun möchte ich ihnen berichten, wie ich mich mit meiner zu schreibenden Facharbeit auseinandersetzte und zu welchen Ergebnissen ich kam.

Sich ein Thema zu überlegen, über welches man 15 Seiten schreiben soll, ist gar nicht so einfach: „Massentierhaltung als Mitverursacher des Klimawandels“, „Trägt Vegetarismus zum Klimawandel bei?“ oder doch lieber die „Zerstörung des Regenwaldes“… Am liebsten hätte ich über all diese Themen geschrieben. Irgendwann kamen mir „Erneuerbare Energien“ in den Sinn. Wieso nicht darüber schreiben? Das wäre bestimmt interessant. Vielleicht Biogasanlagen oder Windkrafträder. Hm…wie viele haben wir davon eigentlich in unserer Samtgemeinde? Und so stand mein Thema ganz schnell fest: „Erneuerbare Energien in der Samtgemeinde Tarmstedt – kann diese Gemeinde im Bereich erneuerbaren Energien und Klimaschutz ein Vorreiter, bzw. ein Leuchtturm für anderen Gemeinden und Städte dienen?“

Um Material zum Schreiben zu bekommen, recherchierte ich in Zeitungsartikeln und sprach mit Personen, die sich in dieser Richtung engagieren. Ich war erstaunt, wie viel und stark verbreitet die erneuerbaren Energien in unserer Samtgemeinde sind. Insgesamt stehen hier elf Biogasanlagen und mehrere Windparks. Jedoch ist die Gemeinde nicht nur in diesem Bereich auf dem Vormarsch. Auch in der umweltschonenden Mitte gibt es in der Samtgemeinde Tarmstedt viele Intuitionen.

Unter Anderem ist das Verwenden von Elektroautos ein wachsender Sektor. Am Rathaus und beim Autohaus in Tarmstedt, sowie an der Praxis von Dr. Riedesel in Wilstedt sind bereits Ladesäulen angebracht. Ebenfalls wurden e-Carsharing Projekte angeleitet, wie zum Beispiel das von Herrn Riedesel. Auch stieß ich auf die roten „Mitfahrerbänke“, die jetzt nahezu in jedem Ort in der Samtgemeinde stehen. Sie sollen zur Mobilität auf dem Lande beitragen. Desweiteren wurde ich in eine Arbeitsgruppe im Rathaus aufgenommen, die sich mit der Mobilität auf dem Land und deren Verbesserung beschäftigt hat. Auch habe ich über die Interessengruppe „Natürlich Wilstedt“ berichtet. Diese Fraktion beschäftigt sich mit der Frage, wie man den dörflichen Charakter beibehalten könnte, was im Umkehrschluss auch den Naturschutz beinhaltet.

Einen großer Bestandteil meiner Facharbeit stellte auch das von mir entwickelte „Fahrradprojekt“ dar. Bei diesem Vorhaben handelt es sich um die Organisation von Fahrrädern für die Lehrer der KGS und OS Tarmstedt. Die Idee dazu kam mir Ende letzten Jahres. Damals ärgerte ich mich darüber, dass die Mehrheit der Lehrer zwischen den beiden Schulgebäuden, die nebenbei bemerkt gerade mal ca. 400 Meter von einander entfernt sind, mit dem Auto hin und her pendelten, wenn sie in dem jeweils anderen Gebäude Unterrichte hatten. Es störte mich, das die meisten lieber das bequeme Auto vorzogen, anstatt 5 Minuten zu Fuß zu gehen. Diese kurzen Fahrten mit dem Auto stellen einen extremen Faktor der Umweltverschmutzung dar. Aus diesem Grund entwickelte ich den Plan, Fahrräder für die Lehrer zu besorgen, um ihnen eine umweltschonende und dennoch schnelle Alternative zum Auto zu ermöglichen. Das Projekt ist zwar noch nicht vollkommen in die Tat umgesetzt, dennoch denke ich, dass nach einer gewissen „Eingewöhnungszeit“ die Fahrräder gut von den Lehrern angenommen und auch häufig von ihnen genutzt werden. Dennoch ist es nicht einfach, solch ein Projekt auf die Beine zu stellen und alle Einzelheiten genau zu bedenken. Ich habe jedoch schon einige positive Rückmeldungen mancher Lehrer erhalten, was mich dazu anspornt, dieses tolle Projekt fertig zu stellen. Denn die Welt braucht Menschen, die sich für ihre Interessen einsetzen und etwas tun, wenn ihnen etwas nicht gefällt.

 

Zum Schluss möchte ich nun noch einmal auf meine Fragestellung vom Anfang zurückkommen. Ich wollte in meiner Facharbeit herausfinden, ob die Samtgemeinde Tarmstedt als ein Vorreiter oder gar ein Leuchtturm für Andere in Sachen Umwelt- und Klimaschutz dienen kann. Ich kam zu dem Schluss, dass diese Region sehr wohl ein Leitmotiv für Andere darstellen kann. Es werden erneuerbare Energien wie die Windkraft, Photovoltaik und die Technik der Biogasanlage verwendet und gefördert. Durch dessen Nutzung wird zum einen die Umwelt entlastet und zum Anderen auch Kosten gespart. Die Samtgemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig energieautark zu sein. Auch wird unterstützt von dem herkömmlichen Verbrennungsmotor auf den CO2 -freien Elektromotor umzusteigen. Mitfahrgelegenheiten wie die Mitfahrerbänke oder das Car-Sharing werden ebenfalls von der SG weiterentwickelt. Solche Projekte, wie das geplante Fahrradprojekt „Umweltfreundlich mit dem Fahrrad“ für die Schule KSG und OS Tarmstedt sind Wegbereiter für einen nachhaltigen Klimaschutz.

Die Menschheit muss sich darüber im Klaren sein, dass nur wir gemeinsam als Gruppe mehr bewegen können. „Gemeinsam sind wir stark“. So lautet die Theorie des Hirnforschers Gerald Hüther. Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und für die erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Umwelt einstehen, kann der nachhaltige Klimaschutz als ein fester Bestandteil unserer Erde gelten.

Zum Schluss würde ich gerne auf einen Liedtext verweisen: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Er stammt von der Band „Die Ärzte“ aus dem Lied „Deine Schuld“. 

Vielen Dank, dass Sie sich diesen Text durchgelesen haben. Ich hoffe, er hat Ihnen gefallen und Sie zum Nachdenken angeregt.

Liebe Grüße

Neele Wesseloh

 

Lehrer, rauf auf’s Rad…

getreu dem Motto „Mens sana in corpore sano“ ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper!

In meiner Nachbargemeinde Tarmstedt tut sich so einiges in Sachen Nachhaltigkeit. Jetzt gibt es ein neues Projekt, initiert von der 16jährigen Schülerin Neele Wesseloh. Der Klimawandel ist ein Thema an der KGS Tarmstedt, es gibt sogar ein eigenes Seminarfach dazu. Diese Schule hat zwei ca. 450 m auseinanderliegende Gebäude. Die Lehrer müssen oft zwischen den Stunden die Gebäude wechseln. Schwere Taschen, knapp bemessene Zeit und manchmal schlechtes Wetter tun ihr Übriges: der Lehrkörper nutzt für den Weg das Auto. Das ist nicht nachhaltig und auch kein gutes Vorbild!

Die Neele nutzt für ihren Schulweg selbst das Fahrrad und hatte dann die Idee zu einem prima Projekt: „Umweltfreundlich mit dem Fahrrad“! Bikesharing im kleinen Rahmen an der Schule. Die Schulleitung steht dahinter und auf der Gesamtkonferenz fand es großen Beifall. 25 Lehrer*innen haben sich schon in eine Liste eingetragen und wollen mitmachen. Neele hat bereits sechs gebrauchte Fahrräder gespendet bekommen. Auch wurde schon etwas Geld gesammelt, bzw. durch Waffelverkauf in den Pausen. Davon sollen Fahrradschlösser und -körbe finanziert werden, sowie eventuelle Ersatzteile. Es wird ein Schuppen auf dem Schulgelände aufgestellt. Dort können die Räder zum Schutz vor Vandalismus nachts, am Wochenende und in den Ferien abgestellt werden. Die AG Fahrradwerkstatt soll wieder ins Leben gerufen werden, um die Pflege und Wartung der Räder zu übernehmen.

Das Thema Nachhaltigkeit hat sich Neele zu eigen gemacht. Für ihre Facharbeit im Seminarfach Klimawandel hat sie die vielen verschiedenen Aktivitäten in der Samtgemeinde Tarmstedt zusammen getragen. Von Biogasanlagen und Windparks (erneuerbare Energien) über Elektromobilität in der eCarsharing Initiative, die dazugehörigen Lademöglichkeiten, Mitfahrbänke und jüngst die Mobilitätsstudie. Es gibt so viele Aktivitäten, die Samtgemeinde ist wirklich ein Leuchtturm! Diese Facharbeit wurde dazu noch mit der Note 1+ bewertet – toll! Ich würde mich freuen, wenn das Fahrradprojekt ein ebenso großer Erfolg wird. Unterstützer dafür kann es gar nicht genug geben! 😊

Es werden gerne noch gut erhaltene Fahrräder und weitere Spenden angenommen. Der Schulverein der KGS Tarmstedt hat dafür ein Spendenkonto eingerichtet. Wer von dem Engagement genauso begeistert ist, wie ich und es ebenfalls unterstützen möchte, den vermittle ich gerne weiter. Bitte einfach über die Kommentarfunktion anschreiben oder eine E-Mail schicken. 😊

Hier geht es zu einem ausführlichen Artikel in der Wümme Zeitung.

Tarmstedt macht mobil


Nach gut einem halben Jahr Auswertungszeit wurden gestern die Ergebnisse der Mobilitätsstudie in der Samtgemeinde Tarmstedt präsentiert. Bestandteil waren Fragen zur Nutzung des (bereits bestehenden) Carsharingangebotes und zum Thema Mitfahren. Zum Zeitpunkt der Umfrage waren die ersten Mitfahrbänke gerade aufgestellt worden. Insgesamt beteiligten sich 340 Personen. Die Umfrage wurde online durchgeführt. Um auch den Kreis der nicht so Internetaffinen anzusprechen, gab es auch eine Papierversion, die von ca. zwanzig Befragten genutzt wurde. Dabei handelte es sich größtenteils um ältere Personen. 

Es haben Einwohner aus allen Ortsteilen geantwortet, die meisten aus Tarmstedt und Wilstedt. Im Hinblick auf die Einwohnerzahlen der einzelnen Ortschaften lag die Beteiligung jeweils bei ca. 3%. Der Landkreis ROW ist einer der meistmotorisiertesten in Niedersachsen, dies spiegelt sich auch darin wider, dass 130 Haushalten ein Auto zur Verfügung steht und 160 Haushalten sogar zwei! 

Die Angebote des ÖPNV wurden erwartungsgemäß von dem Personenkreis bemängelt, der nicht im Einzugsgebiet der Buslinie 630 wohnt. Dieses hätte man noch weitergehend nach den Ortschaften filtern können, was leider bei der Präsentation nicht erfolgt ist. Mich hätte interessiert, ob es Unterschiede zwischen Ortsteilen mit und ohne Carsharingangebot gibt.

Das e-Carsharing Forum hat eine Facebookseite und einen Überblick der Ansprechpartner auf der Website der e-mobilen Landpartie. Allerdings ist darüber keine Onlinebuchung möglich. Es gibt verschiedene Anbieter dafür; um rund um die Uhr auf den Wagen zugreifen zu können, wäre allerdings eine Investition in ein Schlüsselsystem bzw. RFID-Karte nötig. Das bisherige System beruht auf persönlichen und telefonischen Kontakt. 

Für den Bereich des Mitfahrens gibt es ebenfalls diverse Plattformen, bei denen Fahrten angeboten und gesucht werden können. Um die Hemmschwelle für ältere Nutzer gering zu halten, empfiehlt sich eine „geschlossene Gruppe“ für die Samtgemeinde, in der man die Mitglieder kennt, bzw. eine telefonische Unterstützung durch die Gemeinde, gerade in der Anlaufzeit. 

Ich bin gespannt, ob und wie die Vorschläge umgesetzt werden. Was funktioniert oder nicht, zeigt sich erst nach einiger Zeit. Die Chance sollte genutzt werden.

Mobilität hat viele Facetten und besteht nicht nur aus dem (eigenen) Auto! Hier gibt es Tipps, wie man nachhaltiger unterwegs sein kann. Einfach mal ausprobieren!

(Fotos: Knoth / Autohaus Warncke)

Gewinnspiel


Moin Leute, die Freunde der e-Carsharing Gruppe haben ein tolles (Reise-)päckchen geschnürt und das möchte ich gerne weiterverbreiten… Ganz nach dem Motto „sharing is caring“:

Es geht um die e-mobile Landpartie, ein Erlebnis- und Wohlfühl-Wochenende in der Samtgemeinde Tarmstedt. Dazu gehört eine familiäre gemütliche Unterkunft und verschiedene regionale Angebote (Malkurs, Kutsche oder eBike fahren bis hin zum Yoga – für jeden was dabei) die sich individuell zusammenstellen lassen. Bei der e-mobilen Landpartie kann man ganz entspannt eMobilität ausprobieren. Denn zum Angebot gehört auch die Nutzung eines neuen eGolfs (300 km Normreichweite, in der Praxis ca. 220 km)!

Zu diesem wirklichen tollen Projekt gibt es jetzt ein Gewinnspiel auf der Facebookseite der e-Carsharing Gruppe. Verlost wird ein Wochenende für zwei Personen! Die Reisediele arrangiert die e-mobile Landpartie vom 8. – 10. September 2017 für die Gewinner. Die Anreise erfolgt in eigener Regie, es besteht die Möglichkeit einer Abholung ab Bahnhof Ottersberg oder Busbahnhof Tarmstedt.

Die Frage lautet: Wo wird die e-mobile Landpartie angeboten?

a) auf dem nördlichen Mars
b) in der Samtgemeinde Tarmstedt
oder c) in den Arterien des Ameisenbärs

Teilnahmebedingungen: Um an der Verlosung teilzunehmen bitte:

1.) Facebookseite „e-Carsharing Gruppe SG Tarmstedt“ ein „gefällt mir“ geben 👍
2.) den Post teilen und
3.) die Lösung der Gewinnfrage als Kommentar eingeben.

Aber auch diejenigen, die keinen Facebookaccount haben, können natürlich mitmachen: Eine E-Mail mit der Lösung an info@reisediele.de genügt.

Viel Glück!
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Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahren mit einem gültigen PKW-Führerschein.
Der Teilnahmeschluss für das Gewinnspiel ist der 1. August, die Verlosung erfolgt am 8. August 2017 mit anschließender Gewinnerbekanntgabe auf der Facebookseite bzw. per E-Mail. Der Preis wird zur Verfügung gestellt vom Autohaus Warncke, Tarmstedt.

Der/die Gewinner*in ist mit einer anschließenden Berichterstattung in der lokalen Presse / Social Media einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

(Foto: Autohaus Warncke)

Freude am Fahren oder mit dem e-Virus elektrifiziert…


Beide mit rasanter Beschleunigung und ohne Emissionen unterwegs – der eine auf zwei und der andere auf vier Rädern…

Ich schrieb kürzlich über mein persönliches Dilemma mit dem Diesel. Jetzt durfte ich den neuen e-Golf probefahren. Mit dem Golf aus Fahrschultagen hat der außer dem Namen nicht mehr viel gemein. Angenehm zu sitzen, ein großes Cockpit, Bordcomputer mit allerlei Gadgets. Darauf stehe ich ja und muss natürlich erstmal überall rumdrücken und ausprobieren, was passiert… Mein Smartphone kann ich mittels Bluetooth sofort koppeln, somit waren alle meine Kontakte und meine Musik verfügbar. Freisprech mittels Sprachsteuerung klappt prima, bei der Navigation hat die Spracherkennung leichte Schwierigkeiten mit einer Örtlichkeit namens „Grasberg“. Aber vielleicht habe ich auch genuschelt… WhatsApps verschicken kann der Bordcomputer leider noch nicht, schade – wäre ein gutes Feature. Eine Kamera hilft beim Rückwärtsfahren, damit keine Hindernisse übersehen und angefahren werden. Der USB-Steckplatz zum Handyaufladen ist ebenso vorhanden, wie die Kaffeebecherhalterung (hatte ich schon mal erwähnt, dass ich ein Kaffeejunkie bin?!). Das Ausschalten der Klimaanlage wird sogleich mit 10km mehr Reichweite belohnt 😉

Fahrspaß par exellence – ohne schlechtes Gewissen!

Dann wird es ernst… Ich drehe den Schlüssel und… nichts! Total unheimlich, man ist ja förmlich auf das Anspringen des Wagens geeicht. Aber hier kommt kein Geräusch, nur ein kleines Aufleuchten des Wortes „ready“ auf dem Bildschirm. Den Automatikhebel auf „D“ legen, Strom geben und wie von Geisterhand geschoben setzt sich der e-Golf in Bewegung. Da ist das Staunen über etwas, von dem man ja eigentlich weiß, aber trotzdem überrascht wird. Dieser Moment ist absolut faszinierend und sorgt für ein breites Grinsen in meinem Gesicht! 

Mit erreichter Reisegeschwindigkeit ist nur das Abrollgeräusch der Reifen zu hören. Die Beschleunigung ist absolut SMOOTH… Sehr souverän beim Überholvorgang. Da kommt schon etwas Formel-Eins-Gefühl auf… Ein von mir überholter Radfahrer schaut allerdings etwas überrascht. Seitenabstand halte ich natürlich ausreichend 😇, aber der ist eben auch auf das nicht vorhandene Motorengeräusch eingestellt. 

Um nicht im Geschwindigkeitsrausch geblitzt zu werden, nutze ich den Tempomat. Die Funktionsweise ist anders, als die mir bekannte, erschließt sich aber schnell. Energiesparend fahren geht mit entsprechend dosierter Geschwindigkeit auch. Oder man stellt die Automatikschaltung auf „B“ – das steht für Bremsgang. Damit wird in dieser Gangstufe abgebremst und der Schwung für die Batterieaufladung genutzt. Rekuperation nennt sich das.

Das Fahrgefühl ist wirklich sehr angenehm. Alle Mitfahrer (Freude darf man teilen – sharing is caring 😉) sind auch davon begeistert. Die Reichweite ist bei meinem Test realistisch. Bin ca. 100km gefahren und der Verbrauch wird auch so angezeigt. Für normale Wege sollte das ausreichen. Die Umstellung ist wohl eher, dass vor Fahrtantritt etwas Planung erforderlich ist und man nicht einfach so ins Blaue fahren kann. Wer Urlaubsreisen mit dem Auto plant, kann sich über die Ergänzungsmobilität einen Ersatzwagen mit Verbrennungsantrieb ausleihen.

Zum Abschluss meiner Fahrt darf ich noch Laden. Der Anschluss ist an der gleichen Stelle wie die gewohnte Tanköffnung bei einem Verbrenner. Der Ladevorgang geht auch recht zügig voran, da der Akku im Vergleich zum Vorgängermodell verbessert wurde. Lädt also schneller und hält länger. Das lässt wirklich für die Zukunft hoffen. Ansonsten ist es wirklich ein schöner Wagen und nicht nur eine Übergangslösung! 

Liebe VW-Verantwortlichen, mit Sicherheit ließen sich mehr Menschen von der Elektromobilität überzeugen, wenn es mehr Testaktionen für diese Fahrzeuge geben würde und günstige Einstiegsangebote! Denn Spaß macht das Fahren damit jetzt schon.

An dieser Stelle nochmals ein großes DANKESCHÖN 💐 an das Autohaus Warncke, welches mir dieses Fahrerlebnis ermöglicht hat! Davon unabhängig ist dieser Text entstanden, der meine persönliche und subjektive Meinung wiederspiegelt.