Rainlegs – Härtetest im Dauerregen

Passend zum herbstlichen Schmuddelwetter habe ich die „Rainlegs“ einem Praxistest unterzogen. Dieses Teil hatte ich auf der Eurobike entdeckt und gleich gekauft. Es handelt sich nicht um eine komplette Überhose, sondern einen Notbehelf für einen plötzlichen Regenschauer. Ein wenig erinnern Sie mich an die Chaps, die Cowboys tragen.😉

Die „Rainlegs“ liegt zusammengerollt wie ein Gürtel um die Taille, bis sie zum Einsatz kommt. Dann wird der Beinschutz ausgerollt und und mittels Gurten mit Klickverschluss befestigt. Dafür braucht man noch nicht einmal absteigen, anhalten reicht. Weiter geht’s!

Ich bin mit der Hose fast 40 km durch den Regen gefahren. Die Oberschenkel sind trocken geblieben. Das war leider so ziemlich das Einzige… Mein Rad hatte keine Schutzbleche, so das auch Wasser von unten kam. Dafür ist dieses Produkt allerdings nicht ausgelegt.

Das Material ist reflektierend, wirkt aber nicht so aufdringlich wie die „Müllarbeiter“-Warnwesten.

Fazit: Für leichten Regen bei Kurzstrecken geeignet, für einen Dauereinsatz eher nicht.

Transparenz-Hinweis: Ich habe das besprochene Produkt selbst käuflich erworben. Die getroffenen Aussagen geben alleine meine Meinung wieder.

#nobodykehrs


Unter diesem Hashtag findet man zur Zeit Bilder von Radwegen, die unter Laubhaufen kaum noch zu erkennen sind. Wen stört das Laub, außer in der Optik könnte man sich jetzt fragen. 

Naturnah und schön finde ich bunte Blätter auch. Im Garten ist es für Insekten und andere Tiere im Winter überlebenswichtig: Laub! In Laubhaufen finden Sie einen Unterschlupf, können sich verstecken und sind vor den kalten Temperaturen geschützt. Den Pflanzen dient das liegengebliebene Laub ebenfalls als Wärmeschutz und Dünger. Nur auf dem Radweg haben Laubhaufen absolut nichts zu suchen! Denn dort haben die Blätter meist die Eigenart nass zu sein und damit extrem rutschig! Je befahrener die Wegstrecke ist, desto schneller verwandelt sich das Ganze in eine glitschige Pampe! Nicht nur, dass man stark aufpassen muss, um gegen wegrutschende Reifen gewappnet zu sein, nein, der Schmodder kleeht auch noch schön Hosenbeine und Schuhe voll.👿 

Schlaglöcher, Bodenwellen und gebrochene Zementplatten deckt der Laubteppich ebenso zu wie Aststücke und Glasscherben. Von Hundeschiet ganz zu schweigen! Mit einem MTB ist man ein wenig besser gerüstet, breite Reifen mit viel Profil, niedriger Luftdruck und gute Federung.

Es muss ja nicht akribisch jedes Blättchen aufgesammelt werden. Aber ab und zu sollten die Radwege von der Blätterflut befreit werden. Komisch, die Autostraßen sind immer frei…

Foto: Das ist nicht etwa ein Spazierweg durch einen Wald, sondern ein benutzungspflichtiger Radweg entlang einer Kreisstraße!

The first, the last…

„“

Die erste Gruppenfahrt habe ich mitgemacht, heute wird es für die 2017er Saison wohl die letzte gewesen sein. Dazwischen war ich nicht oft dabei. Schlechtes Wetter und Arbeit haben die Fahrmöglichkeiten dezimiert, Lauftraining oder bereits verabredet sein auch. Und wenn es doch ging, bin ich oft direkt hier auf die Piste. Umso schöner, dass heute alles perfekt war. Ein goldener Oktobertag, wie man nicht schöner wünschen kann! Eine schöne Runde, in heimatliche Gefilde mit dem Ummel und einem Schlenker über Bockel und Mulmshorn. Schön, mal wieder mit Leuten zu quatschen, die man lange nicht gesehen hat. Die Ersten planen bereits ihre Termine für 2018. 

Planung?!

Momentan habe ich noch keine rechte Meinung dazu. Gut, es gibt schon Dinge, die ich gerne machen möchte. Der Köhlbrandtbrückenlauf ist einer davon. Sinnigerweise ist er am gleichen Termin, wie das zweite Münsteraner Lastenradrennen. Ungeclont muss ich mich wohl für eines entscheiden.😟Wenn schon Lastenräder, dann hoffe ich, dass es auch in Bremen ein Rennen geben wird. Einige kleinere Läufe – Wilstedt, SottrumKatzenöhrchenlauf – sind auf jeden Fall geplant. Aber da gibt es auch keinen Stress mit ausgebuchten Startplätzen etc. Was die Radtermine angeht – mmmh, mal sehen. In Nortorf war ich schon 2016 und 2017 dabei. Ohne größeren Aufwand mit Anreise etc. macht Radfahren auch Spaß. Und darum sollte es doch hauptsächlich gehen. Die Superrennfahrerin werde ich in diesem Leben sowieso nicht mehr.

Kilometerfressen ist nicht alles

8.000 km Frau, das war einmal. 5.500 sind es jetzt, vielleicht komme ich noch auf 6.000. Notfalls muss halt die Festive 500 her. Ohne Tacho am Rad zu fahren hat so etwas befreiendes. Und das Smartphone lasse ich bei Alltagsfahrten schon lange nicht mehr mitlaufen, um den Akku zu schonen. Wenn ich Schätzungen abgebe, orientiere ich mich eher am unteren Ende. Lieber tiefstapeln, als zu hoch. Das ist nur peinlich!

Da wir Wilstedt auf der Runde nur gestreift haben, gab es für mich auf dem Heimweg noch einen kleinen Abstecher mit zwei Kugeln Kaf-Ca. Das gehört an so einem Tag einfach dazu! 🍦
(Foto: Olaf Hess)

Morning has broken


Morgens mit dem Fahrrad unterwegs sein zu können, ist ein guter Start in den Tag! Es gelingt mir leider nicht ganz so oft, wie ich das gerne möchte. Aber umso mehr kann ich den Moment ganz abseits von der üblichen morgendlichen Hektik genießen. Gerade jetzt zu Herbstbeginn zeigt sich die Landschaft oft als wirkliches Zauberland! Pastellfarbene Sonnenaufgänge, dazwischen Nebelfelder, einfach märchenhaft. „Der weiße Nebel wunderbar“ – dieser Vers stammt zwar aus dem Abendlied – aber egal, es passt trotzdem.😊 Mal abgesehen von den dahinbrausenden Autos ist alles so schön ruhig. Bis Falkenberg bin ich oft ganz allein unterwegs.

Radfahren ist Meditation

Radfahren hat so ein meditatives Element. Genau wie Laufen. Der Körper übt eine gleichbleibende, rhythmische Bewegung aus; man braucht nicht darüber nachzudenken und die Gedanken schweifen ab. Schlechte Laune, Streß, Probleme etc. fallen ab und bleiben auf dem zurückgelegten Weg liegen. Das Ganze ist oft nahe an dem als „Flow“ bezeichneten Zustand.

Überkreuzen sorgt für Balance

Die Überkreuzbewegung der Arme und Beine stimuliert die jeweils gegenüber liegende Gehirnhälfte. Dadurch wird Balance erzeugt und die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Bei mir ist es so, dass ich bei oder nach dem Laufen / Radfahren zu neuen Texten inspiriert werde.

Wümme-Zeitung

Meine lokale Tageszeitung, die Wümme-Zeitung, hat über mich und meinen Blog berichtet! Dafür und für das nette Interview noch einmal ein ❤️liches Dankeschön! Das schöne Bild hat mir der Fotograf Hans-Henning Hasselberg zur Verfügung gestellt. Auch dafür noch einmal danke!

Fazit zur #EurobikeShow


Erstmal sacken lassen. Da waren so viele Eindrücke – besonders die Kapazität dieser Messe war echt beeindruckend. So etwa in der Art müssen sich die Leute nach dem Mauerfall bei ihren ersten Shoppingtouren gefühlt haben…

Im Nachhinein fällt dann auf, dass hauptsächlich der Kommerz im Vordergrund stand. Wirklich innovative Neuheiten habe ich keine gesehen. Man kann wohl doch nicht das Rad dauernd neu erfinden! Also wird überall, wo es nur geht, Scheibenbremsen und Elektroantrieb dran gebaut. e-MTB wohin das Auge blickt. Mag ja für den Forstmitarbeiter auch ein praktikabler Dienstwagenersatz sein, aber für den Hobby-MTB-Fahrer finde ich es nicht sinnvoll.

Markenware oder NoName

So einige der bekannten Marken waren nicht vertreten, sondern machen mit Hausmessen ihr eigenes Ding. Pinarello, Cannondale, Giant, um nur einige zu nennen und leider auch kein CIÖCC. Groß angekündigt wurde von der Messeleitung, dass viele (140?) neue Aussteller kommen würden. Die kamen hauptsächlich aus dem asiatischen Raum und vertrieben Zubehörteile. Hier eine Adaption von technischen Produkten statt musikalischen oder literarischen Werken… Die Onlinehändler wird es freuen.

Lastenräder gleich Mangelware

Lastenräder sind eine Leidenschaft von mir. Bei der Eurobike waren leider kaum welche vertreten. Schade eigentlich. Hier hätte man viele radaffine Menschen erreichen können, um eine Brücke vom sportlichen zum Alltagsfahren zu schlagen. Auch von Fahrradpolitik war nicht viel zu sehen. Da gab es einen Stand vom ADFC und einem von Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Stände waren dazu auch ziemlich abgelegen. Der VCD war gar nicht vertreten. Vermutlich bewegen sich die Standgebühren in einer Höhe, die für NGOs nicht zu bewerkstelligen sind.

Blogosphäre

Eine großartige Sache war die Bloggerbase, initiiert vom Wriders Club um Gunnar Fehlau. DER Anlaufpunkt für alle Blogger, hier gab es alles, was das Bloggerherz begehrt: Strom, WLAN und Kaffee. Die Bloggerbase wurde von einigen Unternehmen gesponsert, die beim Frühstück oder einem Extra-Rundgang ihre Produkte vorstellten. Ob man das für den eigenen Blog aufgreift oder nicht, bleibt ja jedem selbst überlassen. Ein Blogger, der damit seinen Lebensunterhalt bestreitet arbeitet anders als reine Hobbyblogger. Ich möchte mich nicht so als Influencer für Productplacement vor den Karren spannen lassen. Wenn ich persönlich etwas gut finde und davon überzeugt bin, dann schreibe ich auch darüber. Gleiches gilt für Dinge, die mich nicht begeistern können. Nichts desto Trotz sollte Werbung IMMER für den Leser zu erkennen sein. Dito auch bei Instagram, dem neuen „heißen Scheiß“.

Zum Ende eines langen Tages wollte ich mich und meine Geräte in der Bloggerbase wieder aufladen. Es fand gerade die sogenannte Fashionshow statt. Fitnessmodels in Fahrradklamotten führen Tanzchoreographien vor. Aha, dann kann man mit Fahrradhelm und Trinkrucksack also auch Breakdance machen… sehr realitätsnah! 🤣 Wenn es doch nur nicht so brüllend laut gewesen wäre! Ich hatte das Gefühl, mir müsste jeden Moment Blut aus den Ohren laufen. Flucht war das einzig Mögliche.

Mein Fazit

Warum macht man das? Den Stress mit der weiten Anreise, Camping im Dauerregen… Einmal im Leben muss man das gesehen haben. Im Nachhinein hätte ich einiges anders gemacht. Es gab schon ein paar interessante, deutschsprachige Vorträge – leider an einem anderen Tag. Auch die Netzwerkpartys hätte ich gerne mitgemacht. Also lieber einen etwas längeren und mehr geplanten Aufenthalt. Die kostenlosen Leihräder hätte ich auch gerne genutzt, wenn ich vorher davon gewusst hätte.

Ob es mich 2018 wieder zur Eurobike führt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Es werden sich weitere Hersteller von der Messe verabschieden, der Termin wird vorverlegt und der Endverbraucher (zu denen ich mich schließlich auch zähle) ist nicht mehr erwünscht. Zudem möchte ich mehr Input aus dem urbanen Bereich bekommen. Lieber kleine unbekanntere Hersteller, mehr echte Typen mit dem Garagencharme des Unperfekten. Ich werde die Messen in Berlin und Hamburg ins Auge fassen, beides sind Städte mit großer Radcommunity und die Anreise ist auch nicht so weit.

Foto: Mein Herz schlägt für’s Detail: Kaffeebecherhalterung am Rad 😍

#EurobikeShow – Special: Nässeschutz (Teil 2)

Wen wundert’s: In diesem Sommer ist Regenschutz ein ganz großes Thema! Auch anlässlich meiner Stippvisite bei der Eurobike gaben die Wolken ihr Bestes! Auf der Messe gab es natürlich eine Vielzahl an Möglichkeiten dazu.

Nachhaltige Regenklamotten

Mir ist es wichtig, dass auch meine Kleidung möglichst nachhaltig produziert wird. Also unter Bedingungen, die für die Herstellung tätigen Menschen gut sind, möglichst unter Schonung von Ressourcen und umweltverträglich. Das ist gerade bei Funktionskleidung schwierig. Oft werden Stoffe verwendet, die mit diversen Beschichtungen versehen sind, um die gewünschten Eigenschaften zu erzeugen. Leider können die auch für uns Menschen gesundheitsschädlich sein. Ich hatte mich schon im Vorfeld mit einer Mitarbeiterin eines bekannten Herstellers verabredet, die sich die Zeit nahm, mir die 2018er Kollektion zu zeigen und mir die unterschiedlichen Stofflagen (Außenschicht, Membran, eventuelle noch eine Innenschicht) erläuterte. Die Stoffe sind gerade im Performance (Renn-) Bereich extrem dünn und leicht! Auch unter diesem Gesichtspunkt ist es toll, dass zum ersten Mal der gesundheitsschädliche Flourcarbon-Anteil in der wasserdichten Beschichtung nicht nur reduziert wurde, sondern komplett darauf verzichtet wird. Auch wird Material verwendet, was aus recycelten PET-Flaschen gewonnen wird. Mir hat am besten eine Jacke aus der MTB-Kollektion gefallen, für mich ein gelungener Mix aus Sport- und Alltagstauglichkeit. Wenn es mit einer Bemusterung klappen sollte, würde ich mich sehr darüber freuen. Dann könnte ich einen echten Praxishärtetest machen!

Stylisches gibt es auch

Eine andere Jacke stach mir gleich ins Auge. Der Stoff ist normal und kein Hightech. Dafür sieht sie aber sooooo stylisch aus! Die Frau am dazugehörigen Stand war leider recht kurz angebunden, so dass ich mich im Netz informieren muss, wo es das Teil denn im Handel gibt.

Beinschutz

Gerade die nassen Oberschenkel beim Regenradeln finde ich extrem unangenehm! Dauert auch immer ziemlich lange, bis die wieder trocken sind. Dafür habe ich eine Art Schürze gesehen und mir gleich gekauft. Ein Testbericht folgt.

Crazy Regenschirm

Auf dem Freigelände traute ich meinen Augen nicht: da fuhr ein Mann an mir vorbei, der IN einem Regenschirm steckte. Ich gleich hinterher. Es handelt sich um einen Crowdfounder, der sein Projekt bekannt machen und Spenden sammeln möchte. Seine Idee soll möglichst einfach und alltagstauglich sein. Er hat also einen Regenschirm vergrößert und mit einer Kapuze versehen, durch die man den Kopf steckt. Der Schirm läßt sich bei Nichtgebrauch zusammenschieben und mittels Klett am Oberrohr befestigen. So ganz ausgereift finde ich das noch nicht. Meiner Meinung nach verdeckt der Schirm das Vorderlicht. Nichts desto trotz eine kultige Idee.

Schutz fürs Bike

Ich gehöre ja zu den Leuten, die ihre Räder in der Wohnung aufbewahren. Wenn man Crossen war oder mit dem Bike in einen Regenschauer geraten ist, ist das anschließend total dreckig. Da kommt so ein Bezug, der die Wohnung oder das Auto vor Schmutz und Nässe schützt gerade recht. Mittels Gummiband und dem Einsatz der Füße lässt er sich leicht überstülpen. Der Hersteller stammt aus Lettland und vertreibt mittels dem Internetriesen mit dem A am Anfang. Da ich dort prinzipiell nicht kaufe, muss ich schauen, wie ich an so ein Ding komme.

#Eurobike – Ich seh‘ nur noch Räder (Teil 1)


Die Empfehlung des Camping war doch gut. Im Hellen betrachtet sah alles gleich freundlicher aus. Eine laaaaange heiße Dusche und literweise Kaffee später war meine Welt wieder in Ordnung. Habe sogar das klitschnasse Pop-up Zelt wieder in die Tasche gestopft bekommen. In die Messe durften nur die Aussteller rein, die Pressevertreter wurden gestoppt. Erst ab 9 Uhr!

Welcome at #Eurobike…

sagt ein Mitwartender zu mir. Die Unfreundlichkeit am Einlass ist anscheinend legendär. Ganz anders an der Garderobe: Klitschnasse Gepäckstücke wurden als ein Teil akzeptiert. Einmal quer über das ganze Gelände und dann war ich in der Bloggerbase. Hier stand Kaffee bereit und Brötchen. Einige Firmen stellten ihre Produkte in kurzen Pitches vor. Den Anfang machte ein Fahrradschloss mit lauter Alarmsirene. Die Mitarbeiter am Stand taten mir jetzt schon leid.

Räder in Hülle und Fülle

Ein Tag ist viel zu kurz, um hier alles zu sehen. Oder auch nur einiges. Ich hatte mir ein paar Firmen aus dem Katalog herausgesucht, ließ mich aber auf dem Weg dorthin treiben. Es gibt oft Dinge am Wegesrand, von denen man eben vorher nicht weiß, die interessant sind. Die Stände der großen Hersteller finde ich nicht so anziehend. Da gibt es genügend andere Blogger, die darüber berichten.

Mut zur Farbe

Mittlerweile scheint der Trend sich wieder zu bunten Rädern hin zu bewegen. Hier habe ich gleich mehrere Räder in orange oder Laubfroschgrün entdeckt. Mit Morpho falle ich zuhause überall auf, vielleicht begegnet uns bald ein zweites oranges Rad in freier Wildbahn. Orange ist eben nicht nur die Müllabfuhr!

Foto: De Rosa mit Campagnolo ❤️