Neue Sonderausstellung im Universum Bremen

Vor 201 Jahren wurde das Fahrrad erfunden. Die aus diesem Anlass konzeptionierte Ausstellung wurde zunächst in Jerusalem präsentiert. In diesem Jahr wird sie erstmalig auf dem europäischen Kontinent gezeigt und zwar in der Fahrradstadt Bremen. Unter dem Motto „Bike it“ erfährt man alles vom Laufrad bis zum Lebensgefühl.

Die Oldtimer unter den Rädern hatten einige interessante Ideen: Gepolsterte Sättel, die an Sofas erinnern, Pedalen mit Körbchen, die jedoch nicht das Fahrrad antreiben, sondern zur Lenkung dienen oder eine als Lehne getarnte Bremse.

Der „Moustache“ dieses Rades ist kein Styleelement, sondern die Ablage für die Füße, falls es bergab geht (Rad ohne Freilauf…).

Think pink! Ein windschnittiger Glasfaserrahmen aus den Swinging Sixties (1964).

Über das Kunstprojekt skizzierte Fahrräder nachzubauen, hatte ich schon gelesen. Interessant dabei ist, das ca. 75% der bezeichneten Räder nach links fahren. Für die Radheldin ist klar, dass die kein Rennradfahrer gemalt haben kann! Man muss doch schließlich die Kurbelseite sehen…

Heiß begeht bei den Jugendlichen ist das kurbelbetriebene Handyladegerät.

Bei diesem interaktiven Ausstellungsstück kann man eine SMS schicken und der Text wird kurzzeitig durch das Rad ausgedruckt.

Zwei Personen, die gut miteinander harmonieren, treten auch im Gleichtakt in die Pedale. Je besser das gelingt, desto wohltönender erklingt die Musik an dieser Mitmachstation.

Welch wichtigen Teil Fahrräder zur Frauenbewegung (!) beitragen, habe ich hier schon mal geschildert. Nur die damaligen Klamotten sind doch sehr gewöhnungsbedürftig. Funktionskleidung ist gut und schön, aber etwas stylisch darf es ruhig sein!

Bambusräder sind nix Neues. Gibt es schon seit 1899.

Idee von Studenten der HFK und Hochschule Bremen für eine bessere Fahrradstadt. Hier der (wieder mal) umgestaltete Stern. Das Vorbild steht übrigens in Eindhoven.

Die Fahrradwege in Bremen kennen sicherlich die meisten Ausstellungsbesucher. Hier kann man virtuell in Jerusalem, Ottawa und Neapel fahren. Leider gibt es keinen Vorlauf des Videos, mit dem man zwischen den Städten umswitchen kann.

Bremenspezifisch ist auch die Fotowand, wo BremerInnen ihre Räder vorstellen.

Alles in allem ein interessante, kurzweilige Ausstellung, bei der es viel zu entdecken gibt. Das Lebensgefühl Fahrrad wird schön rübergebracht, Technik auch für Laien erklärt. Draußen gibt es noch einen Parcours mit Testrädern, den ich mir noch vornehmen werde!

Man denkt, man wüsste alles über Fahrräder. Das ist ein Irrtum!

Fotos: Christiane Seeger

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