Ein Blick nach Münster


Münster gilt ja wie Bremen als Fahrradstadt. Im Fahrradklima-Test liegen beide auf vorderen Plätzen. Das heißt jedoch nicht, dass sich zurückgelehnt und darauf ausgeruht werden sollte! Um das Leben in unseren Städten angenehmer und menschenfreundlicher zu gestalten, kann es gar nicht genug Initiativen geben. Fahrradaktionismus ist nur ein Teil davon.

Die Münsteraner haben außer Thiel und Prof. Boerne noch etwas, was die Bremer nicht haben: Lasse! Lasse ist ein freies Lastenrad, welches sich alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos ausleihen können. Ziel des Projekts ist es, den Menschen zu zeigen welche Möglichkeiten Lastenräder bieten, dass diese in der Stadt auf sehr vielen Strecken und für viele Anwendungen ein Auto ersetzen können und ein wichtiger Bestandteil von zukunftsorientierter und nachhaltiger urbaner Mobilität sind. 

Dieses Projekt wurde durch Spenden finanziert und wird vollständig ehrenamtlich betrieben. Lasse ist ein Bullit, also ein einspuriges Lastenrad. Es wurde schon viele Male ausgeliehen und hat etliche Kilometer zurückgelegt. 

Zum Ausleihen muss man sich online registrieren, den Termin buchen und dann an einer der Ausleihstationen abholen. 

Aufgrund der guten Auslastung und der vielen Anfragen für einen autofreien Kindertransport wird die Lassefamilie jetzt um ein zweites Lastenrad erweitert. Neu in den Fuhrpark aufgenommen wird ein dreirädriges Lastenrad (Zweispurer), welches neben dem normalen Lastentransport (Zuladung bis 100 kg) auch speziell auf den Transport von Kindern ausgelegt ist. Hierfür verfügt das Rad über eine Sitzbank mit 3-Punkt-Gurt, ein Regenverdeck sorgt dafür, dass Kinder und Einkauf trocken von A nach B kommen. 

Um das Rad möglichst bald den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen, startet das Team Lasse einen Aufruf nach weiteren Spenden. Die Anschaffungskosten sind mit einer Spende der Sparkasse Münsterland Ost bereits gedeckt. Für Wartung, Versicherung und sonstige laufende Kosten werden noch Spenden gesucht. 

Außerdem braucht Lasses neue „Schwester“ noch einen Namen – wie schon bei Lasse ist wieder die Münsteraner Bürgerschaft aufgerufen, Namensvorschläge einzubringen. Spenden gerne direkt an den ADFC Kreisverband Münster (IBAN: DE72 4006 0560 0000 9007 02, Sparda-Bank Münster), mit Stichwort Lassefamilie. Namensvorschläge per Mail an lasse@lastenrad-ms.de, über die Social Media Kanäle oder www.lastenrad-ms.de 

Ich finde, es handelt sich um ein unterstützenswertes und nachahmbares Projekt! 

Kontakt und Informationen: 

Lasse – dein Lastenrad für Münster Projektteam 

Facebook: @LastenradMS 

Twitter: @Lasse_MS

(Foto: Lasse Projektteam)

Vom Glück auf zwei Rädern


#MdRzA: Eine halbe Stunde eher aufgestanden und eine halbe Stunde eher losgefahren – 100% Genuss! Ein guter Start in den Tag. Dank Powermüsli und drei Bechern Kaffee bin ich energiegeladen und die Beine sind schnell. Morgens ist Sport überhaupt am aller-allerbesten!

* Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen! *

Die Stinkerkarre bleibt heute zuhause. Den Großteil der Strecke habe ich für mich alleine, wunderbare Stille. Keine Menschenmassen, Geräusche und abgestandene Luft wie in der Bahn – einfach herrlich. Dann dieser Blick der Frau, die im zweiten Stock arbeitet, als ich mein Rad in den vierten trage – einfach unbezahlbar! 😝

Überhaupt ist Radfahren herrlich. Zum Kopf-frei-kriegen und Stressabbau. Frust, Enttäuschung, Wut und andere blöde Gefühle lassen sich prima in die Pedalen treten. Im Wiegetritt bergan oder Intervalle fahren hilft im Extremfall enorm. Dann taucht man wieder aus dem Tunnel auf und die Wahrnehmung kehrt zurück: das sanfte Streicheln des Fahrtwindes auf der Haut, das Gezwitscher der Vögel und der Duft der blühenden Rapsfelder. Jetzt langsam wieder runterkommen, das Tempo rausnehmen und den Puls zur Ruhe kommen lassen. Der Tag ist gerettet! Am besten geht das auf verkehrsarmen Strecken ohne Auto- und Radfahrerrummel. Wie im Staatsforst. Da ist momentan meine Lieblingsrunde. 🌳🌲🚴🏼🌲🌳

Über die Sinnhaftigkeit von Radstreifen


Gemeint sind damit Schutzstreifen für Radfahrer, die durch Markierungen auf den Straßen vom Autoverkehr abgetrennt sind. Diese Art von Infrastruktur für Radfahrer ist günstig und liegt daher im Trend. Ist das sinnvoll? Bieten die Fahrradstreifen genügend Schutz?

Das sollte eine Studie in mehreren Bundesländern klären. Irgendwie ist dieser Arbeitsauftrag in den Mühlen der Bürokratie verschollen. Aber nun kommt’s: Jetzt soll auch noch Geld dafür aufgewendet werden, um die Streifen zu eleminieren und den vorherigen Zustand wieder herzustellen! Da leben wir doch wirklich in einer verrückten Welt! (Siehe dazu den Artikel in der ZEIT)

Als den großen Bringer empfinde ich die Schutzstreifen nicht wirklich. In der Stadt oft von Falschparkern missbraucht und oft genug direkt in der „Doorzone“ der korrekt Parkenden. Mitunter enden die Streifen auch abrupt ohne Vorwarnung. Auf Landstraßen hat man die direkte Nachbarschaft zum schnellfahrenden Verkehr. Kein schützender Grünstreifen, die Autos und oft genug LKW fahren direkt nebenan und überholen leider auch oft äußerst knapp. Da ist es auf einem baulich getrennten Radweg schon entspannter – besonders, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Das sich eher ungeübte Radfahrer von den Schutzstreifen abgeschreckt fühlen, leuchtet mir auch ein.

Andererseits gibt es wirklich genügend Landstraßen, wo rein gar nichts ist! Ein Beispiel ist der Neu-Bergedorfer Damm in Worpswede, vor einigen Jahren völlig saniert, aber leider hat man nicht an die Bewohner der Straße gedacht. Wer dort zu Fuß oder mit dem Rad zum Nachbarn möchte, muss höllisch aufpassen. Es gibt zwar ein Tempolimit von 70 km/h, aber die Straße ist neu, gerade und übersichtlich, also wird dort oft schneller gefahren. Und auch ein Auto, was einen mit 70 km/h überholt und nicht auf die andere Fahrbahnseite wechselt, erzeugt einen ziemlichen Sog. * Nur Fliegen ist schöner! *

In Schleswig-Holstein kämpfen die Einwohner mehrerer Dörfer um einen Verbindungsradweg. Die Landesregierung in Kiel hat nicht genügend Mittel dafür und befürchtet, dass sonst andere Gemeinde auch einen Radweg fordern. (Ein Beispiel im Film „Der Fahrradkrieg„, welcher trotz des eher reißerischen Titels echt empfehlenswert ist!)

Für diese Fälle ist meiner Meinung nach ein Schutzstreifen immer noch besser, als gar kein Radweg. Die Aufwendungen für die Markierungsarbeiten sollten sich im Rahmen halten. Bei der Planung neuer Straßen wäre es wichtig, gleich einen guten Radweg einzuplanen und keine Notlösung!

(Foto: Der Tagesspiegel – Christof Seifert)

Verlosung 😎

Liebe Follower,

ich habe einen Gutschein für ein

Team Katusha-Alpecin Replica Trikot

zu verlosen. Der Gutschein kann am 10./11. Juni 2017 beim Radfest in Bielefeld eingelöst werden.

Ausgelost wird er zwischen allen, die bis zum 3. Mai 2017 20:00 Uhr bei meiner Facebook-Seite Radheldin „gefällt mir“ anklicken und den Link teilen, bzw. mir hier einen Kommentar hinterlassen. 

Der/die Gewinner*in wird über Facebook bzw. E-Mail benachrichtigt. 

Viel Glück! 🍀

Zielsetzung 


Ich lese gerne Blogs. Also in der Hauptsache Sportblogs. Über Radfahren 😆 und Laufen bzw. Triathlon. Und die lieben Bloggerkolleg(inn)en schreiben von den vielen tollen Events, die sie sich vorgenommen haben. Wenn man sich für etwas anmeldet, dann trainiert man schließlich auch dafür! Umso mehr, wenn man es auch noch angekündigt hat…

Bei mir steht für 2017 nicht nur Radfahren auf der Agenda. Das mit dem Laufen ist doch etwas mehr als winterlicher Ausgleichssport geworden. Bislang bin ich noch nirgendwo gemeldet, aber ich möchte zu gerne einen Halbmarathon laufen. Wenn möglich, vor dem AOK-Halbmarathon im Oktober. Also, wenn jemand einen interessanten Vorschlag hat, bitte in die Kommentare schreiben!
Feste Termine (da das Startgeld schon bezahlt😉) sind:

  • Sottrumer Abendlauf als Ersatz für Wilstedt bei Nacht, der Termin passt leider nicht, aber dafür gemeinsamer Start mit Bruder❤️. Er 5km, ich 10km und bin SEHR glücklich, dass er überhaupt wieder an solchen Veranstaltungen teilnehmen kann!!!
  • 2. Velotörn in Bremen; nur zum Anfeuern an der Strecke stehen, ist mir doch zu wenig 😉
  • 24h Nortorf Radmarathon – hier werde ich nicht mit Morpho starten, sondern mit einem Lastenrad! Kristoffer von Sønsteby’s ist so nett und leiht mir sein wunderschönes Omnium für dieses Event! Demnächst mehr…

Dazu kommt noch die eine oder andere RTF, z.B. die in Syke, bei der es überaus leckeren Butterkuchen an den Verpflegungsstationen gibt. Da isst man mehr, als man abradelt (wenn man nicht aufpasst…)! Vermutlich kommt auch ganz spontan noch was dazu, kurzentschlossen halt. Wir werden sehen…

Heerscharen von Pendlern


In meiner Tageszeitung, dem Weser-Kurier, war heute ein größerer Artikel über die Pendlerströme zu lesen. Unglaublich viele Menschen fahren jeden Tag in die Stadt (in Bremen sind es 129.000!) hinein – die meisten davon alleine in einem Auto! Da ist es doch kein Wunder, dass es weder vor noch zurück geht. Jede Person nimmt doch ungefähr 8 m2 Platz für sich in Anspruch und das ist noch knapp kalkuliert (Größe eines Golfs), da die meisten Autos viel größer sind! „Stadt-Geländewagen“, die auch für „einen Kampfeinsatz in Kabul“ geeignet wären, so Harald Welzer

Und ehrlich, vor diesen Ein-Mann-Panzern habe ich auf meinem Rad (völlig egal, ob es 7,5 oder 14kg wiegt – eine Knautschzone haben alle nicht) einfach Angst! Das aggressive Motorgeräusch und der Gestank geht mir auf die Nerven und an meine Gesundheit! Wenn wenigstens jedes Auto voll besetzt wäre – dann könnte man pro Wagen vier Stück einsparen und das Stauproblem würde doch wesentlich kleiner! Oder man kombiniert wenigstens seine individuelle Mobilität mit der des ÖPNV… Also mit den PKW vom Dorf / Wohnort bis zur nächsten Haltestelle und von da aus zur Arbeit. Spart Sprit, schont die Umwelt und ich finde man kommt wesentlich entspannter an, als wenn man im Stau stehen muss. 

Ich sehe ein eigenes Auto als nicht so vorrangig an. Eigentlich möchte ich doch nur von A nach B kommen; günstig, möglichst schnell und ohne Stress! Wenn die Busanbindung in kleinen abgelegenen Dörfern so schlecht ist, das man die Strecke auch bequem in der Zeit zu Fuß bewältigen könnte, läuft was verkehrt! Aber wenn keiner mehr den ÖPNV nutzt, dann wird das Netz immer weiter ausgedünnt, so das schlussendlich nur noch der Schulbus fährt 😦 Und das kann doch wohl in niemandes Sinne sein?!
Immer mehr und immer breitere Straßen zu bauen, ist doch auch keine Lösung. Wo sollen die hin? Das kann nur zu Lasten von Wohnraum und den eventuell vorhandenen Grünstreifen gehen. Dann ist bald nur noch Platz für Autos da und nicht für Menschen! Lange würde der Effekt wohl auch nicht halten, da die Autos dann noch größer gebaut werden (ist ja Platz genug da…). 

André Fesser hat den alltäglichen Pendlerstau kommentiert. „Wer zumindest ab und zu mal umsattelt, trägt zur Problemlösung bei. Und vermeidet den Stau.“ Recht hat er!

BBC – die Erste!


„Endlich geht es wieder los!“ Zum Saisonstart der freitäglichen BBC-Runde erfreute uns ganz standesgemäß herrlicher Sonnenschein. So fand sich eine größere Anzahl unterradelter Menschen am Treffpunkt beim Platzhirsch ein. Einige Mutige traten sogar in kurz/kurz in die Pedalen. 

Schnelle Runden, bei denen man heizen kann, gibt es in Bremen genug. Hier ist der Ansatz ein Anderer: Die BBC-Runde ist als eher gemütliches Einradeln ins Wochenende gedacht. Wenn z.B. eine RTF oder ein Rennen ansteht und man etwas die Beine auflockern möchte, ohne gleich die ganze Power ins Pedal zu geben. Oder als Treff, für all diejenigen, die „einfach nur Radfahren“ möchten, ohne jedesmal durchpowern zu müssen. Der Schnitt ist eher Nebensache und anfängertauglich. Geplant sind um die zwei Stunden Fahrzeit und 50 – 60 km. Naturgemäß wird es mit der fortschreitenden Saison etwas weiter und evtl. schneller. Die Runde ist offen für alle. Wer danach noch nicht ausgepowert genug ist, kann ja noch eine Intervallrunde hintendran hängen…😉

Wir BBCs sind kein Verein, sondern eine Truppe Leute, die gerne Radfahren – und dabei unterschiedlich ambitioniert sind. Manche von uns fahren Rennen mit, andere „nur“ einige Touren. Aber gerade das macht die Truppe aus, die Toleranz untereinander, denn uns alle verbindet die Liebe zum Rennradfahren. 🚴🚴🚴🏼

Die Runde jedenfalls war sehr entspannt, hatte viele Mitfahrer und es gab nix zu meckern. Nächsten Freitag wieder! Wer mag ist herzlich willkommen, immer Freitags um 16 Uhr beim Platzhirsch!


(Fotos: Jörg Sudmann und Andreas Schulz)

Mal schauen, was ‚Draußen‘ so los ist…

Es wird Frühling. Das merkt man schon daran,dass allerorten Fahrradmessen stattfinden. Nach Osnabrück habe ich es nicht geschafft, zur Berliner Fahrradschau leider auch nicht (wird für 2018 fest eingeplant!), aber der Termin in Bremen ist immer fest gesetzt. Leider gibt es für eine Radmesse, bei der man ja davon ausgehen kann, dass deren Klientel mit dem Rad kommt, nicht ausreichend genug Fahrradstellplätze / Möglichkeiten das Rad anzuschließen. 

(Foto: Mit dieser Schönheit habe ich noch einiges vor😉)

Warum eine Messe, die in einer Halle stattfindet, den Namen ‚Draußen‘ trägt, erschließt sich auch nicht sofort. Ich fand die alte Bezeichnung Rad+Outdoor ja sinniger. Aber gut. Ein herzlicher Dank an den TORFKURIER, bei dessen Preisausschreiben ich mein Ticket gewonnen hatte! Den üblichen Preis für ein Ticket in Höhe von 9,-€ finde ich ziemlich happig. Es gibt allerdings genügend Möglichkeiten, sich ein vergünstigtes Ticket für 6,-€ zu ergattern.

(Foto: Cargobike für das urban stylische Kind)

Im Eingangsbereich warteten zahlreiche Tourismusstände auf Radurlauber, bzw. solche, die es werden möchten. Im eigentlichen Fahrradbereich lag der Fokus klar auf Elektrorädern. Lastenräder waren auch gut vertreten, egal ob mit Unterstützung, Kindersitzen oder als fahrender Bierausschank. Mir gefiel das Coffeebike ebenso wie der Kaffeestand beim Kulturbereich mit der Jurte. Wunderschöne alte Stahlrennräder sowie Trikots und Mützen (vergilbt mit Originalschweiss) konnten bestaunt werden. Außer Klamotten und Zubehör gab es gerade für die Rennradler etwas Spezielles: einen Stand, dessen Angebot die dauerhafte Haarentfernung war…

(Foto: eine fantastische Sammlung, Kristoffer!)

Im BMX und Skaterbereich ging es dafür deutlich lauter und hektischer zu. Ich entkam nur knapp einem Hörsturz, aber dafür waren hier auch die Stände mit den geilsten Klamotten. Kleine Label, viel nachhaltiges und upcycled. Gürtel und Portemonnaies aus alten Fahrradreifen etwa, megacoole Radrucksäcke aus Plane oder Teichfolie. Und die Radheldin kauft sich erstmal ’ne Mütze. Wird ja Frühling, schon klar…

In den weiteren Bereichen präsentierten sich die verschiedensten Sportarten, bzw. das Zubehör, was dafür benötigt wird: ob Surfen, Skaten, Tauchen, Bogenschießen, Parkour oder Kistenturmklettern, so gut wie nichts, was nicht vertreten war. Im Surfbereich sah ich einen als Wohnmobil modifizierten VW Bulli und dachte nur wow, da passen ja massig Fahrräder rein!

(
Foto: Die Sinnhaftigkeit eines Automobiles lässt sich nur anhand der Transportkapazitäten für Fahrräder erklären!)

In einer Halle auf einmal starker Essensgeruch und eine megalange Schlange. Aha – ein Hersteller verteilte kostenlose Pizzaburger. Der Veganerin in mir wurde schon mal schlecht… Ich konnte einen Blick in das Innere des Lastwagens, wo eine komplette industrielle Großküche drin war, erhaschen. Es wurde gerade eine ganze Palette mit Kartons voller Pizzen abgepackt. Nee, da hole ich mir lieber was zu Essen bei einem Stand, wo es nicht so fabrikmäßig zugeht.

(Foto: Kaffee muss sein!)

Also insgesamt sehr viel zu gucken, der eigentliche Fahrradbereich könnte noch ein paar Exoten / kleinere Hersteller und gerne noch mehr Bikekultur vertragen. Es macht immer wieder Spaß Leute zu treffen, die man sonst nur auf dem Rad sieht bzw. die den gleichen „Hau“ haben, wie man selbst! 

(Foto: Cargobike für Familientouren)

Als Radpendler unterwegs 


Jupp, nun bekommt Bremen also ein Fahrrad-Modellquartier. In der Neustadt – einem Stadtteil, indem ich eher selten unterwegs bin. Ich finde das ein spannendes Projekt! Bremen bewegt sich also in Richtung Copenhagen, der Vorbildstadt für alle Radler. Klar, den Autofahrenden gefällt es natürlich nicht! Aber um die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen muss der Autoverkehr einfach weniger werden. Die Leute, die aufs Land gezogen sind und in der Stadt arbeiten, haben diesen Schritt ja meist um der besseren Luft, der Ruhe, dem Platzangebot getan. Als Pionier aufs Land zieht man eher nicht der Kulturangebote, der Kneipenszene und begrenzten Einkaufsmöglichkeiten wegen…

Berufspendler können Park&Ride nutzen, um die letzten Kilometer mit dem ÖPNV zurückzulegen. Dann hat man keine Parkprobleme und kommt auch wesentlich entspannter am Arbeitsplatz an. Obwohl man mitunter schon grenzwertige Begegnungen mit skurrilen Mitmenschen in Bus und Bahn haben kann… Heute z.B. wäre ich doch lieber im nicht motorisierten Individualverkehr unterwegs gewesen. 

Dafür fehlt es aber noch an Radwegen, die Pendlerströme aufnehmen können. Wer schon mal morgens zu den Stoßzeiten auf dem Jan-Reiners-Weg unterwegs war, weiß wovon ich schreibe. Also breit genug müssen die Wege sein, damit man gefahrlos überholen kann und auch Radler mit Lastenrad oder Anhängern sicher fahren können. Gut asphaltiert sowieso, keine Schlaglöcher oder von Wurzeln hochgedrückte Pflastersteine. In den Abendstunden wäre eine gute Beleuchtung auch schön. Und bitte getrennt vom Autoverkehr, damit der schöne neue Weg nicht als Parkspur oder zweite Fahrbahn genutzt wird! Wenn die Autofahrer sehen, wie fix die Radpendler ans Ziel kommen, überlegt sich ja vielleicht der/die ein oder andere auf das Rad umzusteigen!

Imagine*
Stellt Euch mal vor, der Jan-Reiners-Weg wäre so, wie eben beschrieben und würde nicht in Lilienthal enden, sondern gut ausgebaut über Grasberg, Tarmstedt und die Timkedörfer bis nach Zeven führen… Für Einpendler mit e-Unterstützung ist diese Entfernung gut zu schaffen. Also, ich hätte Lust darauf!

Artikel aus der ZEIT über Radschnellwege für Berufspendler und noch einer aus dem Spiegel.

Ein fast perfektes Sportwochenende

  
Hatte eine ziemlich stressige Woche, viele Termine und wenig Zeit für Sport. Freitag gegen Abend wurde es richtig schön – rosafarbene Wolken am Himmel leiteten das Wochenende ein. Viel Zeit vorm Dunkelwerden war nicht mehr – schnell rein in die Laufklamotten und los… Herrlich! Das lief 😉 wirklich richtig gut und war super entstressend. Samstag früh gleich eine Wiederholung vor dem Frühstück, dachte ich mir. 

Tja, der Blick morgens aus dem Fenster zeigte mir allerdings Raureif auf dem Rasen *brrrr* nicht wirklich verlockend. Dann doch lieber Frühstück und etwas abwarten. Gegen Mittag sah es irgendwie doch ein wenig frühlingshaft draußen aus und auf Hausputz hatte ich keinen Bock mehr. Eigentlich könnte ich auch mit dem Rad los. Endlich mal wieder – ohne Rucksack hintendrauf und mit Klickschuhen ins Pedal. Spontanentschlüsse sind nicht immer wirklich top… Ich hätte mir doch lieber eine Windweste oder Softshelljacke drüberziehen sollen. Es war nämlich ganz schön windig. Nach den ersten Kilometern kam der dann von hinten, so dass bei mir der Eindruck von vorhandener Kondition, Geschwindigkeit und Trittfrequenz aufkam. Tja, nur leider änderte sich recht schnell meine Fahrtrichtung, und der Wind kam wieder von vorn. Dazu gesellte sich auch noch Sprühregen, so dass ich meine bereits gedanklich gefasste Route etwas abkürzte. Mittlerweile war mir wirklich ganz schön kalt. Das beste an diesem Training war die heiße Dusche danach. Obwohl: Lust auf Rennradfahren hab ich schon! Die innerliche Unruhe ist da. Nur mit diesem Wetter macht es nicht wirklich Spaß. Warum bloß lebe ich hier in der norddeutschen Tief(druck)ebene? Und nicht irgendwo, wo es trocken und warm ist?!

Dann die Krönung des Wochenendes: der Sportsonntag! Morgens etwas Laufen (nach dem Frühstück). Manchmal ist gut es, Dinge nicht so zu tun, wie man sie immer getan hat. Getragen von der Euphorie einer guten Nachricht kehrte ich am Wendepunkt meiner üblichen Route nicht einfach um. Es läuft sich so gut, ich habe noch keine Lust umzukehren, warum nicht noch etwas weiter laufen?! Habe ich dann auch gemacht. Und am Ende waren es 14 Kilometer!!! Dafür, dass ich üblicherweise 5 km laufe und noch niemals mehr als 10 km, war ich dementsprechend stolz und glücklich. Nachmittags war ich zum Spinning verabredet. Die zwei Stunden waren schweißtreibend und machten jede Menge Spaß. Natürlich legte ich die 11 km Strecke bis zum Fitnessstudio bzw. nach Hause mit dem Rad zurück. Allerdings nicht im Renntempo und dafür mit Rucksack.