e-Mobility in Stadt & Land


Unsere Städte sind randvoll mit Autos. Alle Straßen verstopft, jede nur erdenkliche Möglichkeit zugeparkt. Das Problem gibt es schon lange und es wird immer schlimmer… 1984 (!) hat Herbert Grönemeyer darüber einen Song gemacht namens „Mambo„. Ich freue mich, wenn ich mit der Straßenbahn oder dem Rad an dem Chaos vorbeifahren kann. Mit dem Auto in die Stadt, dass ist der absolute Horror für mich! Vor allem: WOHIN mit der Kiste? Ich fahre ja leider keinen kleinen Smart, sondern einen ausgewachsenen Combi! Wie gesagt, es kommt vor, aber zum Glück nur selten. Dann schon lieber Park&Ride. An der Endhaltestelle oder z.B. bei einem Einkaufszentrum. Spart Benzin UND Nerven! 

Wenn man als Stadtbewohner mal ein Auto benötigt, weil man etwas transportieren muss, was groß und schwer ist oder aus anderen Gründen nicht auf den ÖPNV oder das Rad zurückgreifen kann, dann ist Carsharing natürlich ideal. Es gibt Anbieter mit festen Plätzen und welche, deren Wagen man einfach irgendwo abstellen kann (Freefloating). Natürlich sollte dort schon Platz sein und keine anderen Verkehrsteilnehmer damit behindert werden. Wenn nicht auf jeden Einwohner ein Auto kommt, wäre schon viel getan. Denn nur allein die Umstellung von einem mit Kraftstoff betriebenen Wagen auf ein Elektrofahrzeug bringt für die Lebensqualität in der Stadt nicht viel. Um Ressourcen zu bewahren, darf die Anzahl nicht einfach 1:1 ausgetauscht zu werden. Weniger ist in diesem Falle mehr!

Die Zukunft der Elektroautos würde ich eher auf dem Lande verorten. Das Platzproblem wie in den Städten ist nicht so akut. Dafür hakt es leider oftmals mit den Möglichkeiten des ÖPNV. In der Fläche sind Entfernungen zu überwinden, die oft mit dem Fahrrad nicht in einer adäquaten Zeit zu schaffen sind. Im Sommer hilft dabei ein Pedelec (oder wie auch immer genanntes elektrounterstütztes Fahrrad). Und im Winter möchte man sich am liebsten beamen… Wenn ein Landbewohner sein Fahrzeug vom Verbrenner auf Elektro umstellt, ist das schon eine gute Idee. Umweltschonend, da emissionslos und im besten Falle mit Ökostrom betrieben… Besser noch ist es natürlich, sein Mobilitätsverhalten generell in Frage zu stellen und zu überdenken. Muss ich mit dem Auto fahren? Oder kann ich mein Ziel auch anders (zu Fuss, mit dem Rad, mit dem ÖPNV, einer Mitfahrgelegenheit) erreichen? Brauche ich eigentlich ein eigenes Auto oder reicht Carsharing aus? Nur so viel Auto wie unbedingt nötig.

Nach dem Fasching beginnt wieder die Fastenzeit. Menschen üben freiwillig eine Zeitlang Verzicht aus. Auf bestimmtes Essen, Alkohol, Zigaretten, Facebook, Smartphones etc. Auch ein „Autofasten“ wird angeregt – Infos hier und hier. Sicherlich ein guter Ansatz – nicht nur zur Fastenzeit!

Wer das Auto relativ wenig nutzt, aber nicht ganz darauf verzichten mag, kann es natürlich anderen zur Verfügung stellen. Das mindert die eigenen Kosten und spart Ressourcen. Das Auto als Ich-Statussymbol hat doch ausgedient, oder? Es ist an der Zeit, dieses Besitzdenken (mein Haus, mein Auto, mein Boot…) zu überdenken. Das Auto ist ein Mittel zum Zweck, nämlich bequem von A nach B zu kommen. Mehr nicht! 

=> Bei den Mitstreitern der e-Carsharing Initiative SG Tarmstedt kann man testen, wie sich a) e-Mobilität und b) Carsharing anfühlen. Infos hier und bei Facebook.

(Grafik: diegocarranza89)

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