Ein paar Gedanken zum Mobilitätstag

In meiner Kindheit gab autofreie Sonntage. In den Zeiten der Ölkrise sollte gespart werden. Dieses Mobil sein ohne Auto ist auch eine Haltung. Muss man sich für die 3km bis zum Bäcker ins Auto setzen? Oder geht es auch irgendwie anders? Umweltschonender, billiger, leiser und oftmals schneller? Leider kommt bei immer noch zu vielen Mitmenschen keine Gedanke darüber auf… Als wenn das Hirn beim Einsteigen praktisch ausgeschaltet wird 😜  

Das Auto so wenig wie möglich, nur so viel wie unbedingt nötig nutzen. Wo es geht, den ÖPNV, das Fahrrad oder die eigenen Füße gebrauchen. Wenn schon Auto, dann nach dem Motto sharing is caring. Nicht jede(r) braucht ein eigenes Auto – Autos und Fahrten teilen. Warum hockt in jeder Karre eigentlich fast immer nur eine Person drin? Alle Verbrenner nur durch Elektroautos zu ersetzen ist auch keine Lösung! Die stehen genauso im Stau, machen dabei aber zumindest keinen Lärm und gasen nichts aus! Ergo: die Anzahl der Autos ist durch geteilte Nutzung zu verringern und diejenigen, die dann auf den Straßen unterwegs sind, sollten so umweltverträglich wie möglich sein! Weg mit den Dieselverpestern!  

Mir hat im letzten Jahr die Hochstraßentour in Bremen echt gut gefallen! Mit dem Rad Räume in der Stadt erobern, die sonst nur dem Autoverkehr vorbehalten sind… Das war auch bei den Cyclassics in Hamburg ein Highlight: mit dem Rad über die Köhlbrandbrücke! Autofreie Sonntage sollte es viel öfter geben! Da ist auch die Schwelle für eher ungeübte oder ängstliche Radler die Straßen zu erobern viel geringer! Radfahrer und Fußgänger sind gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer, das wird oft vergessen und alles nach dem Recht des Stärkeren ausgelegt.  

Mein persönlicher Beitrag heute zu #MobilOhneAuto: 10 km zu Fuß und 70 km mit dem Rad 😎 Obwohl ich hauptsächlich auf verkehrsarmen Nebenstrecken unterwegs war, das Wetter prima und dazu Sonntag, waren immer noch viele Autos unterwegs… 

Mehr Platz für’s Rad!

Im Rahmen der Mobilitätswoche fand heute in Bremen die Hochstraßentour und ein Fahrradfestival statt. Die Hochstraße ist sonst für Radfahrer tabu. Da hatte ich schon immer mal gedacht, dass müsse krass sein, dort fahren zu können. 

Die heutige Tour war auch „Critical Mass“. Radfahrer erobern sich ihren Platz auf den Straßen zurück. Kritisch anzumerken ist von meiner Seite höchstens, dass das Durchschnittstempo ziemlich langsam war, mit einigem „Stop and Go“. Viele Leute sind es nicht gewohnt, in größeren Gruppen zu fahren, da kann es zu gefährlichen Situationen kommen. 

Leider sind nicht viele Teilnehmer zum anschließenden Fahrradfestival gekommen. Hier hätte ich auf mehr Stände gehofft. Die Band machte leider grade eine Pause, als ich mich dazu gesellen wollte. Schade, es sollte plattdeutschen Rock’n Roll geben, bestimmt eine interessante Mischung!