Ein Holzrad namens Coco

Ich hatte schon einmal kurz über das Thema Holzrad geschrieben. Jetzt habe ich es live und in Farbe gesehen und bin damit gefahren.

Es handelt sich um ein außergewöhnlich hübsches Bike! Damit fällt man überall auf und kommt mit interessierten Leuten ins Gespräch. Also auch gut für Singles geeignet 😉

Das Rad ist stabil verarbeitet, aus „American Oak“ mit Edelstahl-Elementen. Es hat eine SRAM Automatix Schaltung. Diese 2-Gang Automatic Schaltung reagiert selbsttätig bei einer gewissen Geschwindigkeit. Das hatte ich vorher nicht gewusst und war ziemlich verblüfft, als ich beim Tempoaufbau immer einen zusätzlichen Anschwung bekam. Ein Gefühl wie bei der Anschubunterstützung eines Pedelecs. Das Rad findet von selbst den passenden Gang – kein „Verschalten“ mehr und man kann sich komplett auf den Straßenverkehr konzentrieren.

Zum Anhalten gibt es eine Vorderradbremse und – ganz oldfashioned – eine Rücktrittbremse. Die Pedalen und der Sattel sind auch aus Holz, letzterer ist nicht unbedingt meins, den würde ich ggfs. austauschen. Das Gewicht beläuft sich auf 18 Kg, nicht schwerer als ein Hollandrad. Aber es fährt sich besser. Der Gepäckträger befindet sich über dem Vorderrad und dient nicht nur zur Zierde. Es lassen sich auch erwachsene Menschen darauf transportieren. Spaßfaktor: riesengroß!

Also: gebaut wird dieses Bike zum größten Teil aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Die Hersteller achten auf eine ökologische Ausrichtung ihres Unternehmens. So wird z.B. für jedes gebaute Rad ein neuer Baum gepflanzt. Gehandikapte Menschen finden hier einen fairen Arbeitsplatz. Fabrikware ist das jedenfalls nicht, sondern Manufaktur. Und: auf den Rahmen gibt es eine lebenslange Garantie. Mit den Carbonteilen anderer Räder hat man da schon mal Probleme…

Zur Markteinführung fand eine Charity-Deutschlandtour mit diesen Rädern statt, über die ich kurz geschrieben hatte. Auch für einen Fahrradurlaub scheint es ein geeignetes Gefährt zu sein. Weitere Infos zum downloaden: holzrad und wer einmal probefahren möchte, der meldet sich hier.

 

(Foto Karsten Stumpf)

Alles wird aus Holz gemacht…

  

Mal andere Räder zu fahren ist schon arg geil! Zum meinem Fuhrpark gehört ja ein Rennrad, ein Cyclecrosser und ein Trekkingrad. Die Chancen, dass ein Lastenrad dazu kommt, stehen recht hoch. Aber es gibt noch viele chice Räder, die ich noch gar nicht gefahren bin: ein Klapprad beispielsweise. Nun habe ich das hier im Netz entdeckt: ein super nachhaltiges Rad aus Holz. Ja, richtig gelesen: Holz! 

Von Rennrädern mit Rahmen aus Bambus hatte ich schon mal gehört; klar, der ist hohl und leicht, passt also. Aber ist Holz nicht viel zu schwer für so ein Rad? Oder nicht stabil, wenn es so ’ne Art Presspappe ist, wie wir es doch alle von Billigmöbeln her kennen? Das hier soll ein spezielles Eichenholz sein, welches auch beim Schiffsbau verwendet wird, weil es so leicht ist. 

  

Die Möglichkeit, so ein Rad mal zu testen, wird im Rahmen einer Charity-Tour angeboten. Das Ganze ist kostenlos und anmelden kann man sich hier