Morning has broken


Morgens mit dem Fahrrad unterwegs sein zu können, ist ein guter Start in den Tag! Es gelingt mir leider nicht ganz so oft, wie ich das gerne möchte. Aber umso mehr kann ich den Moment ganz abseits von der üblichen morgendlichen Hektik genießen. Gerade jetzt zu Herbstbeginn zeigt sich die Landschaft oft als wirkliches Zauberland! Pastellfarbene Sonnenaufgänge, dazwischen Nebelfelder, einfach märchenhaft. „Der weiße Nebel wunderbar“ – dieser Vers stammt zwar aus dem Abendlied – aber egal, es passt trotzdem.😊 Mal abgesehen von den dahinbrausenden Autos ist alles so schön ruhig. Bis Falkenberg bin ich oft ganz allein unterwegs.

Radfahren ist Meditation

Radfahren hat so ein meditatives Element. Genau wie Laufen. Der Körper übt eine gleichbleibende, rhythmische Bewegung aus; man braucht nicht darüber nachzudenken und die Gedanken schweifen ab. Schlechte Laune, Streß, Probleme etc. fallen ab und bleiben auf dem zurückgelegten Weg liegen. Das Ganze ist oft nahe an dem als „Flow“ bezeichneten Zustand.

Überkreuzen sorgt für Balance

Die Überkreuzbewegung der Arme und Beine stimuliert die jeweils gegenüber liegende Gehirnhälfte. Dadurch wird Balance erzeugt und die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Bei mir ist es so, dass ich bei oder nach dem Laufen / Radfahren zu neuen Texten inspiriert werde.

Wümme-Zeitung

Meine lokale Tageszeitung, die Wümme-Zeitung, hat über mich und meinen Blog berichtet! Dafür und für das nette Interview noch einmal ein ❤️liches Dankeschön! Das schöne Bild hat mir der Fotograf Hans-Henning Hasselberg zur Verfügung gestellt. Auch dafür noch einmal danke!

Fazit zur #EurobikeShow


Erstmal sacken lassen. Da waren so viele Eindrücke – besonders die Kapazität dieser Messe war echt beeindruckend. So etwa in der Art müssen sich die Leute nach dem Mauerfall bei ihren ersten Shoppingtouren gefühlt haben…

Im Nachhinein fällt dann auf, dass hauptsächlich der Kommerz im Vordergrund stand. Wirklich innovative Neuheiten habe ich keine gesehen. Man kann wohl doch nicht das Rad dauernd neu erfinden! Also wird überall, wo es nur geht, Scheibenbremsen und Elektroantrieb dran gebaut. e-MTB wohin das Auge blickt. Mag ja für den Forstmitarbeiter auch ein praktikabler Dienstwagenersatz sein, aber für den Hobby-MTB-Fahrer finde ich es nicht sinnvoll.

Markenware oder NoName

So einige der bekannten Marken waren nicht vertreten, sondern machen mit Hausmessen ihr eigenes Ding. Pinarello, Cannondale, Giant, um nur einige zu nennen und leider auch kein CIÖCC. Groß angekündigt wurde von der Messeleitung, dass viele (140?) neue Aussteller kommen würden. Die kamen hauptsächlich aus dem asiatischen Raum und vertrieben Zubehörteile. Hier eine Adaption von technischen Produkten statt musikalischen oder literarischen Werken… Die Onlinehändler wird es freuen.

Lastenräder gleich Mangelware

Lastenräder sind eine Leidenschaft von mir. Bei der Eurobike waren leider kaum welche vertreten. Schade eigentlich. Hier hätte man viele radaffine Menschen erreichen können, um eine Brücke vom sportlichen zum Alltagsfahren zu schlagen. Auch von Fahrradpolitik war nicht viel zu sehen. Da gab es einen Stand vom ADFC und einem von Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Stände waren dazu auch ziemlich abgelegen. Der VCD war gar nicht vertreten. Vermutlich bewegen sich die Standgebühren in einer Höhe, die für NGOs nicht zu bewerkstelligen sind.

Blogosphäre

Eine großartige Sache war die Bloggerbase, initiiert vom Wriders Club um Gunnar Fehlau. DER Anlaufpunkt für alle Blogger, hier gab es alles, was das Bloggerherz begehrt: Strom, WLAN und Kaffee. Die Bloggerbase wurde von einigen Unternehmen gesponsert, die beim Frühstück oder einem Extra-Rundgang ihre Produkte vorstellten. Ob man das für den eigenen Blog aufgreift oder nicht, bleibt ja jedem selbst überlassen. Ein Blogger, der damit seinen Lebensunterhalt bestreitet arbeitet anders als reine Hobbyblogger. Ich möchte mich nicht so als Influencer für Productplacement vor den Karren spannen lassen. Wenn ich persönlich etwas gut finde und davon überzeugt bin, dann schreibe ich auch darüber. Gleiches gilt für Dinge, die mich nicht begeistern können. Nichts desto Trotz sollte Werbung IMMER für den Leser zu erkennen sein. Dito auch bei Instagram, dem neuen „heißen Scheiß“.

Zum Ende eines langen Tages wollte ich mich und meine Geräte in der Bloggerbase wieder aufladen. Es fand gerade die sogenannte Fashionshow statt. Fitnessmodels in Fahrradklamotten führen Tanzchoreographien vor. Aha, dann kann man mit Fahrradhelm und Trinkrucksack also auch Breakdance machen… sehr realitätsnah! 🤣 Wenn es doch nur nicht so brüllend laut gewesen wäre! Ich hatte das Gefühl, mir müsste jeden Moment Blut aus den Ohren laufen. Flucht war das einzig Mögliche.

Mein Fazit

Warum macht man das? Den Stress mit der weiten Anreise, Camping im Dauerregen… Einmal im Leben muss man das gesehen haben. Im Nachhinein hätte ich einiges anders gemacht. Es gab schon ein paar interessante, deutschsprachige Vorträge – leider an einem anderen Tag. Auch die Netzwerkpartys hätte ich gerne mitgemacht. Also lieber einen etwas längeren und mehr geplanten Aufenthalt. Die kostenlosen Leihräder hätte ich auch gerne genutzt, wenn ich vorher davon gewusst hätte.

Ob es mich 2018 wieder zur Eurobike führt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Es werden sich weitere Hersteller von der Messe verabschieden, der Termin wird vorverlegt und der Endverbraucher (zu denen ich mich schließlich auch zähle) ist nicht mehr erwünscht. Zudem möchte ich mehr Input aus dem urbanen Bereich bekommen. Lieber kleine unbekanntere Hersteller, mehr echte Typen mit dem Garagencharme des Unperfekten. Ich werde die Messen in Berlin und Hamburg ins Auge fassen, beides sind Städte mit großer Radcommunity und die Anreise ist auch nicht so weit.

Foto: Mein Herz schlägt für’s Detail: Kaffeebecherhalterung am Rad 😍

#EurobikeShow – Special: Nässeschutz (Teil 2)

Wen wundert’s: In diesem Sommer ist Regenschutz ein ganz großes Thema! Auch anlässlich meiner Stippvisite bei der Eurobike gaben die Wolken ihr Bestes! Auf der Messe gab es natürlich eine Vielzahl an Möglichkeiten dazu.

Nachhaltige Regenklamotten

Mir ist es wichtig, dass auch meine Kleidung möglichst nachhaltig produziert wird. Also unter Bedingungen, die für die Herstellung tätigen Menschen gut sind, möglichst unter Schonung von Ressourcen und umweltverträglich. Das ist gerade bei Funktionskleidung schwierig. Oft werden Stoffe verwendet, die mit diversen Beschichtungen versehen sind, um die gewünschten Eigenschaften zu erzeugen. Leider können die auch für uns Menschen gesundheitsschädlich sein. Ich hatte mich schon im Vorfeld mit einer Mitarbeiterin eines bekannten Herstellers verabredet, die sich die Zeit nahm, mir die 2018er Kollektion zu zeigen und mir die unterschiedlichen Stofflagen (Außenschicht, Membran, eventuelle noch eine Innenschicht) erläuterte. Die Stoffe sind gerade im Performance (Renn-) Bereich extrem dünn und leicht! Auch unter diesem Gesichtspunkt ist es toll, dass zum ersten Mal der gesundheitsschädliche Flourcarbon-Anteil in der wasserdichten Beschichtung nicht nur reduziert wurde, sondern komplett darauf verzichtet wird. Auch wird Material verwendet, was aus recycelten PET-Flaschen gewonnen wird. Mir hat am besten eine Jacke aus der MTB-Kollektion gefallen, für mich ein gelungener Mix aus Sport- und Alltagstauglichkeit. Wenn es mit einer Bemusterung klappen sollte, würde ich mich sehr darüber freuen. Dann könnte ich einen echten Praxishärtetest machen!

Stylisches gibt es auch

Eine andere Jacke stach mir gleich ins Auge. Der Stoff ist normal und kein Hightech. Dafür sieht sie aber sooooo stylisch aus! Die Frau am dazugehörigen Stand war leider recht kurz angebunden, so dass ich mich im Netz informieren muss, wo es das Teil denn im Handel gibt.

Beinschutz

Gerade die nassen Oberschenkel beim Regenradeln finde ich extrem unangenehm! Dauert auch immer ziemlich lange, bis die wieder trocken sind. Dafür habe ich eine Art Schürze gesehen und mir gleich gekauft. Ein Testbericht folgt.

Crazy Regenschirm

Auf dem Freigelände traute ich meinen Augen nicht: da fuhr ein Mann an mir vorbei, der IN einem Regenschirm steckte. Ich gleich hinterher. Es handelt sich um einen Crowdfounder, der sein Projekt bekannt machen und Spenden sammeln möchte. Seine Idee soll möglichst einfach und alltagstauglich sein. Er hat also einen Regenschirm vergrößert und mit einer Kapuze versehen, durch die man den Kopf steckt. Der Schirm läßt sich bei Nichtgebrauch zusammenschieben und mittels Klett am Oberrohr befestigen. So ganz ausgereift finde ich das noch nicht. Meiner Meinung nach verdeckt der Schirm das Vorderlicht. Nichts desto trotz eine kultige Idee.

Schutz fürs Bike

Ich gehöre ja zu den Leuten, die ihre Räder in der Wohnung aufbewahren. Wenn man Crossen war oder mit dem Bike in einen Regenschauer geraten ist, ist das anschließend total dreckig. Da kommt so ein Bezug, der die Wohnung oder das Auto vor Schmutz und Nässe schützt gerade recht. Mittels Gummiband und dem Einsatz der Füße lässt er sich leicht überstülpen. Der Hersteller stammt aus Lettland und vertreibt mittels dem Internetriesen mit dem A am Anfang. Da ich dort prinzipiell nicht kaufe, muss ich schauen, wie ich an so ein Ding komme.

#Eurobike – Ich seh‘ nur noch Räder (Teil 1)


Die Empfehlung des Camping war doch gut. Im Hellen betrachtet sah alles gleich freundlicher aus. Eine laaaaange heiße Dusche und literweise Kaffee später war meine Welt wieder in Ordnung. Habe sogar das klitschnasse Pop-up Zelt wieder in die Tasche gestopft bekommen. In die Messe durften nur die Aussteller rein, die Pressevertreter wurden gestoppt. Erst ab 9 Uhr!

Welcome at #Eurobike…

sagt ein Mitwartender zu mir. Die Unfreundlichkeit am Einlass ist anscheinend legendär. Ganz anders an der Garderobe: Klitschnasse Gepäckstücke wurden als ein Teil akzeptiert. Einmal quer über das ganze Gelände und dann war ich in der Bloggerbase. Hier stand Kaffee bereit und Brötchen. Einige Firmen stellten ihre Produkte in kurzen Pitches vor. Den Anfang machte ein Fahrradschloss mit lauter Alarmsirene. Die Mitarbeiter am Stand taten mir jetzt schon leid.

Räder in Hülle und Fülle

Ein Tag ist viel zu kurz, um hier alles zu sehen. Oder auch nur einiges. Ich hatte mir ein paar Firmen aus dem Katalog herausgesucht, ließ mich aber auf dem Weg dorthin treiben. Es gibt oft Dinge am Wegesrand, von denen man eben vorher nicht weiß, die interessant sind. Die Stände der großen Hersteller finde ich nicht so anziehend. Da gibt es genügend andere Blogger, die darüber berichten.

Mut zur Farbe

Mittlerweile scheint der Trend sich wieder zu bunten Rädern hin zu bewegen. Hier habe ich gleich mehrere Räder in orange oder Laubfroschgrün entdeckt. Mit Morpho falle ich zuhause überall auf, vielleicht begegnet uns bald ein zweites oranges Rad in freier Wildbahn. Orange ist eben nicht nur die Müllabfuhr!

Foto: De Rosa mit Campagnolo ❤️

In the summer of 2017…

 

Ist das schon der Klimawandel oder einfach nur Pech am Siebenschläfertag?! Heute ist wieder so ein richtiger herbstlicher Nieseltag… Kein bisschen hochsommerlich, wie es Mitte August zu erwarten wäre! Am Dienstag erst wollte ich abends zum Grillen, beim Start nur ein paar Tropfen – „geht schon“, also wie geplant mit dem Rad los. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es sich einregnet… Die letzten Kilometer zogen sich und mir fiel nur der Refrain von Monty Python „Always look on the bright side of life“ ein, den ich dann sang, um die Fahrt zu verkürzen. Meine durchnässte Jeans trocknete ich vor dem Grill stehend…

 

Eigentlich habe ich ja viele Radklamotten. Eine Rennradüberjacke, nur für leichten Regen geeignet, ohne Kapuze und 0% atmungsaktiv. Aber die Farbe ist schön! 😎 Eine dünne Laufjacke, immerhin mit Kapuze. Zwei Softshelljacken, eine neonfarbige, die ich im Herbst/Winter oft trage. Beide ebenfalls ohne Kapuze und im Sommer eindeutig zu warm. Und eine Tchibo-Überhose. Die anzuziehen ist umständlich, falls man die Schuhe gerade nicht ausziehen kann. Und kann man das, wenn man in einen Regenschauer gerät? Die Saumweite lässt sich mit Klett leicht regulieren, ist mir aber trotzdem noch zu weit. Alles nicht für tüchtige Schauer geeignet und von innen her sehr schwitzig, wenn man in Bewegung ist. Bei einer Pause kühlt man dafür sehr schnell aus.

 

Im Outdoorladen haben mir die Preise einen Schock versetzt. 100,-€ für ’ne Überhose! Jacken ebenfalls. Die Regenjacke hatte immerhin Silikonränder an den Säumen und ein verlängertes Rückenteil. Der Reißverschluss war schwergängig, aber immerhin abgedeckt, also vermutlich wasserdicht. Eine Kapuze muss extra dazu gekauft werden, es war aber keine zum Anprobieren da. Wenn man mit Helm unterwegs ist, tut es wohl auch ein Helmcover. Das ist a) günstiger und b) stört es nicht das Sichtfeld. Da mich die Sachen nicht überzeugen konnten, habe ich nichts gekauft und hoffe auf besseres Wetter!

 

Lehrer, rauf auf’s Rad…

getreu dem Motto „Mens sana in corpore sano“ ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper!

In meiner Nachbargemeinde Tarmstedt tut sich so einiges in Sachen Nachhaltigkeit. Jetzt gibt es ein neues Projekt, initiert von der 16jährigen Schülerin Neele Wesseloh. Der Klimawandel ist ein Thema an der KGS Tarmstedt, es gibt sogar ein eigenes Seminarfach dazu. Diese Schule hat zwei ca. 450 m auseinanderliegende Gebäude. Die Lehrer müssen oft zwischen den Stunden die Gebäude wechseln. Schwere Taschen, knapp bemessene Zeit und manchmal schlechtes Wetter tun ihr Übriges: der Lehrkörper nutzt für den Weg das Auto. Das ist nicht nachhaltig und auch kein gutes Vorbild!

Die Neele nutzt für ihren Schulweg selbst das Fahrrad und hatte dann die Idee zu einem prima Projekt: „Umweltfreundlich mit dem Fahrrad“! Bikesharing im kleinen Rahmen an der Schule. Die Schulleitung steht dahinter und auf der Gesamtkonferenz fand es großen Beifall. 25 Lehrer*innen haben sich schon in eine Liste eingetragen und wollen mitmachen. Neele hat bereits sechs gebrauchte Fahrräder gespendet bekommen. Auch wurde schon etwas Geld gesammelt, bzw. durch Waffelverkauf in den Pausen. Davon sollen Fahrradschlösser und -körbe finanziert werden, sowie eventuelle Ersatzteile. Es wird ein Schuppen auf dem Schulgelände aufgestellt. Dort können die Räder zum Schutz vor Vandalismus nachts, am Wochenende und in den Ferien abgestellt werden. Die AG Fahrradwerkstatt soll wieder ins Leben gerufen werden, um die Pflege und Wartung der Räder zu übernehmen.

Das Thema Nachhaltigkeit hat sich Neele zu eigen gemacht. Für ihre Facharbeit im Seminarfach Klimawandel hat sie die vielen verschiedenen Aktivitäten in der Samtgemeinde Tarmstedt zusammen getragen. Von Biogasanlagen und Windparks (erneuerbare Energien) über Elektromobilität in der eCarsharing Initiative, die dazugehörigen Lademöglichkeiten, Mitfahrbänke und jüngst die Mobilitätsstudie. Es gibt so viele Aktivitäten, die Samtgemeinde ist wirklich ein Leuchtturm! Diese Facharbeit wurde dazu noch mit der Note 1+ bewertet – toll! Ich würde mich freuen, wenn das Fahrradprojekt ein ebenso großer Erfolg wird. Unterstützer dafür kann es gar nicht genug geben! 😊

Es werden gerne noch gut erhaltene Fahrräder und weitere Spenden angenommen. Der Schulverein der KGS Tarmstedt hat dafür ein Spendenkonto eingerichtet. Wer von dem Engagement genauso begeistert ist, wie ich und es ebenfalls unterstützen möchte, den vermittle ich gerne weiter. Bitte einfach über die Kommentarfunktion anschreiben oder eine E-Mail schicken. 😊

Hier geht es zu einem ausführlichen Artikel in der Wümme Zeitung.

Racing zwischen Historie und Moderne

Es gibt mittlerweile echt viele Radevents, die spannend klingen, bzw. über die man etwas Gutes gehört hat. Eine lange Anreise gehört oft dazu. Da ist es natürlich prima, wenn so ein Event unmittelbar in der Nähe stattfindet. In der Bremer Überseestadt. Also praktisch fast vor meiner Haustür startet am 9.+10. September der zweite Velotörn. Im letzten Jahr habe ich meinen Teamkollegen vom B.B.C. zugejubelt, aber das genügt irgendwie nicht. Vielmehr hat es in mir den Wunsch geweckt, selbst an diesem Rennen teilzunehmen.

Gestern also hat Bernd Rennies zum Radtraining eingeladen. Die Überseestadt hat sich in den letzten zehn Jahren unglaublich städtebaulich gewandelt. Wenn man dort eher selten ist, staunt man immer wieder! Zwischen alten Industriekomplexen wachsen ultramoderne Bürogebäude. Dieser Gegensatz hat schon etwas! Die Rennstrecke ist ein Rundkurs über fünf- bzw. neunmal 11 km. Die Strecke ist schon recht anspruchsvoll, da viele Kurven zu fahren sind und auch ein Teil über Kopfsteinpflaster führt. Dort gilt eine Pavé-Wertung, d.h. nicht der schnellste Fahrer gewinnt, sondern derjenige, der die Runden dort am konstantesten fährt. Allgemein gilt: dicken Gang rein und ruhig weiterkurbeln! Ein kleines bisschen Paris-Roubaix-Feeling für die Jedermänner und -frauen…

Ein Training auf der Originalstrecke ist eine gute Idee, um sich auf das Terrain schon einmal einzustellen. Fahrtechnik üben schadet sowieso nie! Mit einer Streckenbesichtigung ging es auch zuerst los; dazu etwas einrollen zum Warmwerden. Anschließend einige Runden mit Sprints (von hinten losspurten, am Feld vorbeiziehen und sich vorn an den Kopf der Gruppe setzen). Das ist schon etwas anderes als die übliche Sonntagsausfahrt! Ins Schwitzen zu kommen, ist ausdrücklich erlaubt. 😎 Ganz zum Schluss noch Kurventraining in einer 90 Grad Kurve. Bei Renngeschwindigkeit in der Gruppe ist es schon wichtig, die Spur halten zu können, sonst sind Unfälle vorprogrammiert. Hier muss ich noch weiter an mir arbeiten. 

Bei prima Wetter und einem alkoholfreien Weizenbier klang der Abend aus. Gastronomie zum Draußensitzen gibt es in der Überseestadt auch. Bis zum nächsten Dienstag dann!

Info: Für das Radtraining wird keine Anmeldung benötigt. Einfach hinfahren und mitmachen! Treffpunkt: Dienstags um 18 Uhr auf dem Parkplatz bei Stadler. 

(Foto: Bernd Rennies)
Dieser Text spiegelt meine Meinung nach der Teilnahme an dem Radtraining wieder. Für den Velotörn habe ich mich auf dem üblichen Weg registrieren lassen und Startgeld gezahlt.